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Superfood: Alle Infos auf einen Blick

Mythen und Miss­ver­ständ­nis­se. Chan­cen und Risi­ken. Ewi­ge Gesund­heit? Was ist Super­food? Wie wir­ken Super­foods? Was soll­te beim Umgang mit ihnen beach­tet wer­den? Die­ser umfang­rei­che Arti­kel gibt eine umfas­sen­de Über­sicht zum The­ma.

Was ist Superfood?

Super­food ist ein Begriff, der nähr­stoff­rei­che Lebens­mit­tel beschreibt, die beson­ders för­der­lich für die Gesund­heit und das Wohl­be­fin­den sein sol­len. Die­se Lebens­mit­tel zeich­nen sich durch ihren hohen Gehalt an Nähr­stof­fen wie Vit­ami­nen, Mine­ra­li­en, Anti­oxi­dan­ti­en oder gesun­den Fet­ten aus. Bei­spie­le für Super­foods sind Lein­sa­men, Chia, Goji-Bee­ren, Blau­bee­ren, Açai-Bee­ren oder Wal­nüs­se.[1]

Der Trend Super­food kam im Jahr 2000 in Kali­for­ni­en auf.[2] Er setz­te sich von dort in den west­lich gepräg­ten Staa­ten immer mehr durch. In Deutsch­land gaben im Jahr 2020 rund 33 Pro­zent der Befrag­ten an, min­des­tens ein­mal in der Woche Super­food zu essen.[3]

Super­food kön­nen dazu bei­tra­gen, die Ernäh­rung zu berei­chern und eine gesun­de Lebens­wei­se zu unter­stüt­zen. Die Aus­wahl und Ver­wen­dung von Super­foods soll­te jedoch im Kon­text einer aus­ge­wo­ge­nen Ernäh­rung betrach­tet wer­den, da kei­ne ein­zel­ne Zutat alle gesund­heit­li­chen Bedürf­nis­se abdeckt. Der Begriff “Super­food” kann alle mög­li­chen Lebens­mit­tel umfas­sen, die posi­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf die Gesund­heit haben sol­len.

Superfood in der Vergangenheit

Quinoa, Kartoffeln in den Anden

Schon 1500 v. Chr. nutz­ten die Anden­be­woh­ner rund um den Titi­ca­ca­see Qui­noa, Kar­tof­feln und Lama­f­leisch, um sich zu ernäh­ren. Dank die­ser Super­foods gelang es ihnen, 2.500 Jah­re poli­ti­scher und kli­ma­ti­scher Umwäl­zun­gen zu über­ste­hen.[4]

Hülsenfrüchte im antiken Griechenland

Auch in Euro­pa wur­de Super­food schon vor über 2000 Jah­ren ver­zehrt. Den­ken wir etwa an Boh­nen, Lin­sen, Kicher­erb­sen und Erb­sen, die damals ihren Weg in grie­chi­schen Haus­hal­te fan­den. Die pro­mi­nen­tes­ten Hül­sen­früch­te die­ser Zeit waren Feld­boh­nen und Lin­sen aus Ägyp­ten. Die Römer führ­ten Kicher­erb­sen und grü­ne Boh­nen aus Afri­ka ein.[5] Hül­sen­früch­te wur­den dann natür­lich auch schnell im Rest Euro­pas hei­misch.

Inter­es­sant ist, dass Hül­sen­früch­te reich an essen­ti­el­len Nähr­stof­fen wie Vit­amin B, Eisen, Kal­zi­um, Phos­phor, Zink, Magne­si­um und Fol­säu­re sind. Ihre anti­oxi­da­tiv­en Eigen­schaf­ten und der hohe Bal­last­stoff­ge­halt, der die Darm­ge­sund­heit för­dert, sind bemer­kens­wert. Beson­ders für Veganer:innen und Vegetarier:innen waren und sind sie eine wich­ti­ge pflanz­li­che Pro­te­in­quel­le. Im Gegen­satz zum Fleisch sind Hül­sen­früch­te cho­le­ste­rin­frei und ent­hal­ten kaum gesät­tig­te Fet­te.[6]

Historische Medizin

Super­food fand und fin­det auch in der Medi­zin Anwen­dung. Den­ken wir etwa an die Brenn­nes­sel. Sie ent­hält zwei bis vier­mal so viel Eisen wie Spi­nat. Dank ihres sechs­fach höhe­ren Vit­amin-C-Gehalts im Ver­gleich zu einer Oran­ge trägt die Brenn­nes­sel dazu bei, dass unser Kör­per die­ses Eisen effi­zi­ent auf­neh­men kann. In Kom­bi­na­ti­on mit Kali­um regu­liert das den Blut­druck und unter­stützt die Blut­bil­dung. Da Eisen Anämie und Müdig­keit bekämpft, wird die Brenn­nes­sel als belieb­tes Früh­jahrs­to­ni­kum ange­se­hen.[7]

Die Nut­zung der Brenn­nes­sel reicht bis zu den Anfän­gen der Mensch­heit zurück. Zahl­rei­che Mythen berich­ten von ihrem Ver­zehr als Mit­tel zur Abwehr von Geist­ge­stal­ten und zur Siche­rung einer posi­ti­ven Zukunft. In der anti­ken Medi­zin fand die Brenn­nes­sel bereits Anwen­dung, zum Bei­spiel zur Blut­rei­ni­gung gemäß Hip­po­kra­tes von Kos im fünf­ten Jahr­hun­dert vor Chris­tus. Auch in der mit­tel­al­ter­li­chen Heil­kun­de, dar­un­ter bei Hil­de­gard von Bin­gen, wur­de die Pflan­ze erwähnt. Sie emp­fahl die Brenn­nes­sel neben ande­ren Anwen­dun­gen als Heil­mit­tel gegen rheu­ma­ti­sche Beschwer­den.[8]

Die Brenn­nes­sel ist auf­grund ihrer Ver­brei­tung eben­falls in der tra­di­tio­nel­len chi­ne­si­schen Medi­zin (TCM), der tibe­ti­schen Heil­kun­de, im indi­schen Ayur­ve­da und in den Heil­prak­ti­ken nord­ame­ri­ka­ni­scher India­ner bekannt.[9]

Die 10 wichtigsten einheimischen Superfoods

Super­foods wer­den vor allem mit exo­ti­schen Gemü­sen, Früch­ten und Getrei­den asso­zi­iert. Den­ken wir etwa an die Goji-Bee­ren oder die Avo­ca­do und natür­lich die Chi­a­sa­men. Doch auch in unse­rer Hei­mat gibt es vie­le Super­foods. Der Vor­teil die­ser ist es, dass sie nicht erst impor­tiert wer­den müs­sen. Das ist natür­lich wesent­lich bes­ser für Umwelt und Natur.

1. Leinsamen

Lein­sa­men sind die Samen der Flachs­pflan­ze (Gemei­ner Lein). Sie sind reich an Bal­last­stof­fen, Ome­ga-3-Fett­säu­ren und ande­ren gesund­heits­för­dern­den Ver­bin­dun­gen. Lein­sa­men kön­nen in gan­zer Form, gemah­len oder als Öl kon­su­miert wer­den. Sie sind bekannt für ihre posi­ti­ve Wir­kung auf die Ver­dau­ung, die Herz­ge­sund­heit und die Ent­zün­dungs­hem­mung. Die Samen wer­den oft zu Müs­li, Joghurt oder Smoothies hin­zu­ge­fügt und kön­nen auch als Ei-Ersatz in Back­re­zep­ten die­nen. Lein­sa­men­öl wird wegen sei­ner Ome­ga-3-Fett­säu­ren geschätzt und kann als Dres­sing oder Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel ver­wen­det wer­den.[10]

Her­kunft: Auch wenn Lein­sa­men in Deutsch­land wach­sen, so über­steigt die Nach­fra­ge gera­de nach Bio-Lein­sa­men die hei­mi­sche Pro­duk­ti­on. Des­halb stamm viel der hier erhält­li­chen Bio-Lein­saat aus Län­dern der Euro­päi­schen Uni­on. Dazu kom­men Bio-Lein­sa­men aus Indi­en. Dort müs­sen natür­lich die Bau­ern alle Umwelt- und Anbau­be­din­gun­gen für nach­hal­ti­gen, öko­lo­gi­schen Land­bau in vol­lem Umfang erfül­len.[11]

Gesund­heit­li­che Vor­tei­le: Lein­sa­men haben als soge­nann­te Ölsaa­ten einen hohen Ome­ga-3-Fett­säu­ren­ge­halt, ins­be­son­de­re Alpha-Lin­o­len­säu­re. Sie sind ent­zün­dungs­hem­mend und schüt­zen vor Herz-Kreis­lauf-Erkran­kun­gen und Krebs. Zudem haben sie posi­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf den Fett- und Cho­le­ste­rin­stoff­wech­sel. Dar­über hin­aus sind sie reich an sekun­dä­ren Pflan­zen­stof­fen wie Phy­to­ste­ri­nen, die den Cho­le­ste­rin­spie­gel sen­ken und Arte­rio­skle­ro­se ver­hin­dern kön­nen. Die in den äuße­ren Schich­ten vor­kom­men­den Ligna­ne wir­ken als Phy­to­ös­tro­ge­ne und redu­zie­ren das Risi­ko von Krebs­er­kran­kun­gen wie Speiseröhren‑, Magen- und Darm­krebs sowie Brust­krebs. Zudem ver­rin­gern sie die Gefahr von Blut­hoch­druck und Herz-Kreis­lauf-Erkran­kun­gen.[12]

Lein­sa­men ent­hal­ten reich­lich quel­len­de Bal­last­stof­fe. Auf 100 Gramm kom­men 22,7 Gramm Bal­last­stof­fe in geschro­te­ten Lein­sa­men. Die­se Bal­last­stof­fe, unver­dau­li­che Nah­rungs­fa­sern, bie­ten Schutz vor Krank­hei­ten wie Dia­be­tes Typ 2, Fett­lei­big­keit, Blut­hoch­druck und eini­ge Krebs­ar­ten. Eine bal­last­stoff­rei­che Ernäh­rung geht zudem mit einer höhe­ren Lebens­er­war­tung ein­her. Die Bal­last­stof­fe in Lein­sa­men wir­ken als Quell­mit­tel, indem sie Flüs­sig­keit im Darm auf­neh­men und das Stuhl­vo­lu­men erhö­hen. Dies för­dert die Darm­be­we­gung, die Ver­dau­ung und den Stuhl­gang, was ins­be­son­de­re Men­schen mit Ver­stop­fung zugu­te­kommt. Lein­sa­men kön­nen auch bei Sod­bren­nen und Magen­schmer­zen Lin­de­rung bie­ten, da sie eine schüt­zen­de Schicht um die Schleim­häu­te des Magen-Darm-Trakts bil­den.[13]

Anwen­dung: Lein­sa­men soll­ten vor dem Ver­zehr grob geschro­tet oder zer­quetscht wer­den, um die wert­vol­len Inhalts­stof­fe zugäng­lich zu machen. Dies för­dert zudem das Aus­tre­ten von Lein­öl, was die Ver­dau­ung erleich­tert und den Stuhl­gang unter­stützt. Geschro­te­te Lein­sa­men soll­ten inner­halb weni­ger Tage ver­zehrt wer­den und nicht zu lan­ge auf­be­wahrt wer­den. Alter­na­tiv kön­nen gan­ze Lein­sa­men vor dem Kochen in Was­ser ein­ge­weicht wer­den.[14]

Es gibt ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten, Lein­sa­men in die Ernäh­rung zu inte­grie­ren:

  • Als Top­ping für Müs­lis oder Bowls mit geschro­te­ten Lein­sa­men.
  • In Brot, Bröt­chen oder Gebäck durch Bei­mi­schen von geschro­te­ten Lein­sa­men.
  • Durch Ver­mi­schen von fein gemah­le­nen Lein­sa­men mit ande­ren Mehl­sor­ten zum Backen.
  • Zube­rei­tung eines Breis durch Auf­ko­chen von Lein­sa­men mit hei­ßem Was­ser.

Auf­grund des hohen Bal­last­stoff­ge­halts ist aus­rei­chen­de Flüs­sig­keits­zu­fuhr wich­tig, um mög­li­che Ver­dau­ungs­pro­ble­me zu ver­mei­den. Ein Glas Was­ser zu jeder Mahl­zeit mit Lein­sa­men ist rat­sam.[15]

Wich­tig: Das Bun­des­in­sti­tut für Risi­ko­be­wer­tung und das Bun­des­in­sti­tut für gesund­heit­li­chen Ver­brau­cher­schutz und Vete­ri­när­me­di­zin, emp­fiehlt pro Mahl­zeit nicht mehr als 20 Gramm Lein­sa­men pro Tag zu essen. Das liegt am hohen Cad­mi­um-Gehalt von Ölsaa­ten. Auch kann Lein­sa­men Vor­stu­fen von Blau­säu­re ent­hal­ten.[16]

2. Hagebutte

Die Hage­but­te, auch als Sam­mel­nuss­frucht ver­schie­de­ner Rosen­ar­ten bekannt, ist eine der bes­ten Vit­amin-C-Quel­len. Die Früch­te sind oran­ge oder rot und schme­cken ange­nehm süß-säu­er­lich. Sie wer­den oft in Form von Tees, Mar­me­la­den und Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­teln ver­wen­det. Hage­but­ten kön­nen zur Unter­stüt­zung des Immun­sys­tems, zur För­de­rung der Haut­ge­sund­heit und zur Lin­de­rung von Ent­zün­dun­gen ein­ge­setzt wer­den.[17]

Her­kunft: Die Hage­but­te stammt ursprüng­lich aus Eura­si­en, mit ver­mu­te­tem Her­kunfts­ge­biet in Zen­tral­asi­en. Sie wird heu­te in ver­schie­de­nen Regio­nen ange­baut, ein­schließ­lich Rumä­ni­en, wo die tief­ro­te, leuch­ten­de Scha­le der Hage­but­te hand­ge­pflückt wird. [18] Der Name “Hage­but­te” lei­tet sich aus den mit­tel­hoch­deut­schen Begrif­fen hagen für Dorn­busch und but­te für rund­li­cher Gegen­stand ab. Im Alt­hoch­deut­schen exis­tier­te die Form han­gan­but­ta.[19]

Gesund­heit­li­che Vor­tei­le: Hage­but­ten sind reich an Vit­amin C, mit bis zu 1250000 µg pro 100 g. Vit­amin C ist ent­schei­dend für Kno­chen­auf­bau, Kal­zi­um- und Phos­phor­re­gu­la­ti­on. Ein Man­gel führt bei Kin­dern zu Kno­chen­ver­for­mun­gen und bei Erwach­se­nen zur Osteo­ma­la­zie. Die emp­foh­le­ne Tages­do­sis beträgt 100000 µg. Das sind ca. 8 g Hage­but­ten, für Erwach­se­ne, Senio­ren und Teen­ager.[20]

Zudem ent­hal­ten Hage­but­ten auch viel Vit­amin E (4140 µg pro 100 g), ein Anti­oxi­dans, das Zel­len schützt, das Immun­sys­tem sti­mu­liert und ent­zün­dungs­hem­mend wirkt. Die emp­foh­le­ne Tages­do­sis von 13000 µg ent­spricht etwa 314 g Hage­but­ten. Für Stil­len­de sind 17000 µg emp­foh­len, Älte­re benö­ti­gen weni­ger. Vit­amin A kommt eben­falls in nen­nens­wer­ter Men­ge in Hage­but­ten vor.[21]

Wei­ter­hin ent­hal­ten Hage­but­ten Lyco­pin. Das ist ein Pflan­zen­farb­stoff, der anti­oxi­da­tive Eigen­schaf­ten hat und Zell­schä­den ver­hin­dert. Auch Pek­ti­ne gibt es reich­lich. Das sind Bal­last­stof­fe, die eine leicht abfüh­ren­de und ent­gif­ten­de Wir­kung haben. Sie sind beson­ders hilf­reich bei Ver­dau­ungs­be­schwer­den und Nie­ren­er­kran­kun­gen.[22]

Auch gibt es Hin­wei­se dar­auf, dass Hage­but­ten bei der Gewichts­ab­nah­me hel­fen. Im Jahr 2015 führ­ten japa­ni­sche For­scher eine kli­ni­sche Stu­die mit 32 adi­pö­sen Men­schen durch, um die Wir­kung von Hage­but­ten auf die Redu­zie­rung des vis­ze­ra­len Bauch­fetts zu unter­su­chen. Die 12-wöchi­ge dop­pel­blin­de, ran­do­mi­sier­te Stu­die ver­wen­de­te ent­we­der ein Pla­ce­bo oder Hage­but­ten­ex­trakt in Kau­ta­blet­ten, ohne wei­te­re Ernäh­rungs­än­de­run­gen. Die For­scher iden­ti­fi­zier­ten Tili­ro­sid, einen Hage­but­ten-Wirk­stoff, der den Fett­stoff­wech­sel beschleu­nigt, Glu­ko­se­ver­wer­tung för­dert und Fett­an­samm­lung ver­hin­dert. Tili­ro­sid hat zudem ent­zün­dungs­hem­men­de, anti­oxi­da­tive und anti­bak­te­ri­el­le Eigen­schaf­ten.[23]

Anwen­dung: Hage­but­te ist auf ver­schie­de­ne Arten anwend­bar:

  • Hage­but­ten­tee: Hage­but­ten kön­nen zu Tee ver­ar­bei­tet wer­den. Dazu wer­den getrock­ne­te Hage­but­ten mit hei­ßem Was­ser über­gos­sen und zie­hen gelas­sen. Der Tee ist reich an Vit­amin C und ande­ren gesund­heits­för­dern­den Inhalts­stof­fen.
  • Hage­but­ten­pul­ver: Hage­but­ten wer­den getrock­net und zu Pul­ver gemah­len. Die­ses Pul­ver kann in Smoothies, Müs­lis oder Joghurt ein­ge­rührt wer­den. Es ist eine prak­ti­sche Mög­lich­keit, die gesund­heit­li­chen Vor­tei­le der Hage­but­te zu nut­zen.
  • Gekocht: Hage­but­ten­mar­me­la­de oder ‑gelee sind belieb­te kuli­na­ri­sche Anwen­dun­gen. Sie kön­nen als Brot­auf­strich ver­wen­det wer­den und bie­ten vie­le der gesund­heit­li­chen Vor­tei­le der Hage­but­te.

3. Rote Bete

Rote Bete, auch bekannt als Rote Bee­te, Rote Rübe, Ran­de (Schweiz) oder Rah­ne (Öster­reich, Bay­ern, Süd­ba­den), ist eine alte Rüben­sor­te. Ihre Knol­le zeich­net sich durch ihre cha­rak­te­ris­ti­sche röt­li­che Far­be aus und ist reich an Nähr­stof­fen. Rote Bete wird oft roh, gekocht oder geba­cken ver­zehrt und ist viel­sei­tig in der Küche ein­setz­bar. Sie ent­hält wich­ti­ge Vit­ami­ne, Mine­ral­stof­fe und Anti­oxi­dan­ti­en wie Fol­säu­re, Eisen und Beta­nin, wel­ches für die inten­si­ve Far­be ver­ant­wort­lich ist. Die Knol­le hat gesund­heit­li­che Vor­tei­le, dar­un­ter die Unter­stüt­zung des Immun­sys­tems, die För­de­rung der Herz­ge­sund­heit und mög­li­cher­wei­se die Ver­bes­se­rung der sport­li­chen Leis­tungs­fä­hig­keit. Rote Bete kann in ver­schie­de­nen Gerich­ten ver­wen­det wer­den und ist auf­grund ihres Geschmacks und ihrer Nähr­stof­fe wie­der eine geschätz­te Zutat in der moder­nen Küche gewor­den.[24]

Her­kunft: Rote Bete hat ihren Ursprung im Mit­tel­meer­raum Nord­afri­kas. Sie wur­de von den Römern nach Mit­tel­eu­ro­pa gebracht. Sie gehört zur Fami­lie der Fuchs­schwanz­ge­wäch­se.[25]

Gesund­heit­li­che Vor­tei­le: Der in der Roten Bete ent­hal­te­ne Farb­stoff Beta­nin unter­stützt die Leber, indem er die Ansamm­lung von Fett in die­sem Organ redu­ziert und sei­ne Funk­ti­on för­dert. Zusätz­lich stärkt Rote Bete die Gal­len­bla­se und trägt zur Sen­kung des Cho­le­ste­rin­spie­gels bei.[26]

Dank ihres hohen Gehalts an Anti­oxi­dan­ti­en schützt Rote Bete Zel­len und Blut­ge­fä­ße. Die­se Anti­oxi­dan­ti­en för­dern nicht nur die Rege­ne­ra­ti­on, son­dern stär­ken auch das Herz und das Immun­sys­tem.[27]

Durch ihren hohen Eisen- und Fol­säu­re­ge­halt trägt Rote Bete zur Blut­bil­dung und Zell­neu­bil­dung bei. Das beugt Ermü­dung vor und spen­det Ener­gie.[28]

Die Blät­ter der Rote Bete sind eben­falls gesund, weil sie mehr kno­chen­stär­ken­des Kal­zi­um als die Knol­le ent­hal­ten. Ein lecke­rer Smoothie mit Bir­ne und Oran­ge lässt sich aus den Blät­tern zube­rei­ten.[29]

For­schun­gen haben außer­dem gezeigt, dass der regel­mä­ßi­ge Kon­sum von Rote Bete die Gefä­ße erwei­tern kann, was die Durch­blu­tung stei­gert. Der in Rote-Bete-Saft ent­hal­te­ne Gehalt an Nitrat för­dert die Sau­er­stoff­ver­sor­gung der Mus­keln, was zu einer ver­bes­ser­ten sport­li­chen Leis­tung bei­tra­gen kann. Dies wur­de bei Sport­lern und Sport­le­rin­nen fest­ge­stellt.[30]

Anwen­dung: Rote Bete kann in wahn­sin­nig vie­len Vari­an­ten ver­ar­bei­tet und genutzt wer­den. Hier eini­ge Rezep­te in Video-Form:

Rote Bee­te Salat

Rote Bee­te Smoothie

Rote Bee­te Blät­ter

4. Walnuss

Wal­nüs­se sind die Früch­te des som­mer­grü­nen Laub­baums “Ech­te Wal­nuss” (Juglans regia) aus der Fami­lie der Wal­nuss­ge­wäch­se. Sie sind bekannt für ihren nussi­gen Geschmack und wer­den in Gär­ten sowie auf Fel­dern ange­baut. Wal­nüs­se gel­ten als gesund, da sie reich an Nähr­stof­fen wie Ome­ga-3-Fett­säu­ren sind, die sich posi­tiv auf die Herz­ge­sund­heit aus­wir­ken kön­nen. Die­se Nüs­se ent­hal­ten auch wert­vol­le Vit­ami­ne, Mine­ral­stof­fe und Anti­oxi­dan­ti­en. Sie kön­nen zur Ver­bes­se­rung der Blut­fett­wer­te, zur Unter­stüt­zung des Immun­sys­tems und zur För­de­rung der Gehirn­funk­ti­on bei­tra­gen. Wal­nüs­se sind in vie­len kuli­na­ri­schen Anwen­dun­gen viel­sei­tig ein­setz­bar und wer­den sowohl roh ver­zehrt als auch in ver­schie­de­nen Gerich­ten, Back­wa­ren und Snacks ver­wen­det.[31]

Her­kunft: Die Ech­te Wal­nuss ist ursprüng­lich in Mit­tel­asi­en, den nörd­li­chen Tei­len des Irans, Klein­asi­en und dem Hima­la­ya behei­ma­tet. Vor etwa 2000 Jah­ren wur­de sie von den Römern nörd­lich der Alpen eta­bliert. Heu­te erstreckt sich ihr Vor­kom­men über die gemä­ßig­te und warm-tem­pe­rier­te Zone Eura­si­ens sowie gro­ße Tei­le Ame­ri­kas. Die Wal­nuss wird auf der gesam­ten Nord­halb­ku­gel ange­baut, vor allem in Chi­na, Nord­ame­ri­ka, im Iran und Chi­le. In Euro­pa lie­gen die Haupt­an­bau­ge­bie­te in Süd­frank­reich, den Län­dern der ehe­ma­li­gen Repu­blik Jugo­sla­wi­en, Ungarn, Ita­li­en, Rumä­ni­en und der Tür­kei. In Deutsch­land, Öster­reich und der Schweiz erfolgt der kom­mer­zi­el­le Anbau nur begrenzt. Im Gegen­satz dazu ist der Wal­nuss­kon­sum hoch, und Deutsch­land impor­tiert gro­ße Men­gen an Wal­nüs­sen und Wal­nuss­ker­nen, vor allem aus den USA, um den Bedarf zu decken.[32]

Gesund­heit­li­che Vor­tei­le: Wal­nüs­se zeich­nen sich durch einen hohen Gehalt an ein­fach und mehr­fach unge­sät­tig­ten Fett­säu­ren aus. Mit einem Fett­an­teil von über 60 Pro­zent sind sie jedoch kalo­rien­reich, was aber nicht bedeu­tet, dass sie dick machen. So haben For­scher der Uni­ver­si­tät Har­vard in einer Lang­zeit­stu­die über 50.000 Frau­en beglei­tet. Die­se aßen ger­ne Nüs­se, nah­men davon aber nicht zu. Auch hat­ten sie eine gerin­ge­re Nei­gung zum Über­ge­wicht.[33]

Neben Vit­amin E sind auch Vit­ami­ne der B‑Gruppe in Wal­nüs­sen vor­han­den. Sie ent­hal­ten außer­dem Kali­um, das eine Rol­le bei Mus­kel- und Ner­ven­funk­tio­nen spielt. Zink, Magne­si­um, Eisen und Kal­zi­um sind wei­te­re Mine­ral­stof­fe, die in den Nüs­sen vor­kom­men. Stu­di­en deu­ten dar­auf hin, dass ein mode­ra­ter Ver­zehr von Wal­nüs­sen mög­li­cher­wei­se das Risi­ko für bestimm­te Herz-Kreis­lauf-Erkran­kun­gen ver­rin­gern und die Blut­fett­wer­te posi­tiv beein­flus­sen kann. Bei nicht all­er­gi­schen Per­so­nen ist es emp­feh­lens­wert, täg­lich etwa eine Hand­voll Wal­nüs­se in die Ernäh­rung ein­zu­bin­den.[34]

Anwen­dung: Die Früch­te des Wal­nuss­baums rei­fen in Deutsch­land von Sep­tem­ber bis Okto­ber. Impor­tier­te, unge­schäl­te Nüs­se sind haupt­säch­lich von Okto­ber bis Janu­ar erhält­lich. Bei küh­ler und dunk­ler Lage­rung hal­ten sie sich dann mona­te­lang. Nüs­se, die schim­me­lig oder ran­zig rie­chen oder schme­cken, soll­ten ent­sorgt wer­den.[35]

Wal­nüs­se kön­nen mit einem kräf­ti­gen Nuss­kna­cker geöff­net wer­den. Es ist rat­sam, die hel­le Samen­haut von den Ker­nen zu ent­fer­nen, da sie einen leich­ten Bit­ter­ge­schmack auf­weist. Die Nüs­se eig­nen sich als gesun­de Zwi­schen­mahl­zeit, jedoch soll­te auf­grund ihres hohen Fett­ge­halts in Maßen genos­sen wer­den.[36]

Wal­nüs­se las­sen sich zu schmack­haf­tem Eis, Kuchen, Gebäck und Sala­ten ver­ar­bei­ten. Gepresst erzeu­gen sie ein aro­ma­ti­sches Öl. Alko­ho­li­sche Spe­zia­li­tä­ten wie Nuss­li­kör oder Nuss­was­ser sowie Kon­fi­tü­ren, Sirup und Honig kön­nen eben­falls aus Wal­nüs­sen her­ge­stellt wer­den, um Spei­sen zu ver­fei­nern.[37]

5. Hafer

Hafer ist ein wert­vol­les Getrei­de und gilt als hei­mi­sches Super­food. Er wird sowohl in der Land­wirt­schaft als auch in der Ernäh­rung viel­sei­tig genutzt. Hafer­flo­cken sind wohl das bekann­tes­te Pro­dukt aus Hafer. Sie zeich­nen sich durch Bal­last­stof­fe, Anti­oxi­dan­ti­en und kom­ple­xe Koh­len­hy­dra­te aus. Sie sind eine nähr­stoff­rei­che Quel­le für eine gesun­de Ernäh­rung. Neben dem Ver­zehr als Nah­rungs­mit­tel wer­den Hafer­pro­duk­te auch als Pfer­de­fut­ter genutzt. Hafer hat eine lan­ge Tra­di­ti­on in der mensch­li­chen Ernäh­rung und wird auf­grund sei­ner Nähr­stoff­dich­te geschätzt.[38]

Her­kunft: Die frü­hes­ten Nach­wei­se der Ver­wen­dung von Hafer in Euro­pa rei­chen bis etwa 2400 v. Chr. zurück. Anfangs galt Hafer in sei­ner Wild­form als “Unkraut” auf Wei­zen- und Gers­ten­fel­dern. Doch im Lau­fe der Zeit erkann­ten die Men­schen den Nähr­wert des Korns und began­nen, Hafer gezielt anzu­bau­en.[39]

Wäh­rend des Mit­tel­al­ters zähl­ten Hafer und Gers­te zu den wich­tigs­ten Grund­nah­rungs­mit­teln. Täg­lich stan­den Hafer­grüt­ze, Brot­fla­den aus Hafer­mehl und Hafer­bier auf dem Spei­se­plan. Die Ein­füh­rung der Kar­tof­fel Ende des 16. Jahr­hun­derts führ­te zu einem ver­rin­ger­ten Anbau von Hafer, obwohl das Getrei­de wei­ter­hin ver­brei­tet war. Erst im 20. Jahr­hun­dert wur­de Hafer all­mäh­lich von ande­ren Getrei­de­sor­ten wie Wei­zen und Mais ver­drängt. Das lag auch dar­an, dass Pfer­de­kut­schen von den Autos ersetzt wur­den. Pfer­de beka­men damals vor­wie­gend Hafer. Weni­ger Kut­schen = weni­ger Hafer.[40]

Gesund­heit­li­che Vor­tei­le: Hafer­flo­cken bie­ten lang­an­hal­ten­de Sät­ti­gung und ver­hin­dern damit Heiß­hun­ger. Das liegt ins­be­son­de­re am ent­hal­te­nen Bal­last­stoff Beta-Glu­can. Beta-Glu­ca­ne tra­gen zudem zur Sen­kung des Cho­le­ste­rin­spie­gels bei, wodurch regel­mä­ßi­ger Hafer­flo­cken­ver­zehr das Herz-Kreis­lauf-Sys­tem posi­tiv beein­flus­sen kann. Zusätz­lich för­dern Hafer­flo­cken eine gesun­de Darm­flo­ra, regen die Ver­dau­ung an und hel­fen bei Magen-Darm-Pro­ble­men.[41]

Trotz des Kalo­rien­ge­halts von etwa 350 Kilo­ka­lo­rien pro 100 Gramm sind Hafer­flo­cken kei­nes­wegs Dick­ma­cher. Im Gegen­teil, sie kön­nen sogar beim Abneh­men unter­stüt­zen. Dank ihrer kom­ple­xen Koh­len­hy­dra­te und Bal­last­stof­fe sor­gen sie dafür, dass man sich län­ger satt fühlt, da der Kör­per mehr Zeit für die Ver­dau­ung benö­tigt und der Blut­zu­cker­spie­gel lang­sam ansteigt. Das ver­rin­gert das Risi­ko von Heiß­hun­ger­at­ta­cken und för­dert eine anhal­ten­de Sät­ti­gung bis zur nächs­ten Mahl­zeit.[42]

Hafer­flo­cken ent­hal­ten das Anti­oxi­dans Aven­an­th­ra­mid, ein Poly­phe­nol, das zu einem aus­ge­gli­che­ne­ren Cho­le­ste­rin­spie­gel bei­trägt, indem es das Oxi­die­ren des LDL-Cho­le­ste­rins ver­hin­dert und Abla­ge­run­gen in den Blut­ge­fä­ßen redu­ziert. Aven­an­th­ra­mid kann auch Ent­zün­dun­gen und Juck­reiz hem­men, wäh­rend Anti­oxi­dan­ti­en wie Aven­an­th­ra­mid gene­rell unser Immun­sys­tem stär­ken und vor frei­en Radi­ka­len schüt­zen. Beson­ders inter­es­sant ist, dass Aven­an­th­ra­mid sei­ne Wir­kung in Kom­bi­na­ti­on mit Vit­amin C ent­fal­tet. Fri­sche Früch­te im Hafer­flo­cken-Müs­li ver­stär­ken die­se Wir­kung und unter­stüt­zen das Immun­sys­tem zusätz­lich.[43]

Eine Por­ti­on Hafer­flo­cken am Tag lie­fert eine Fül­le von Nähr­stof­fen. Die­se umfas­sen B‑Vitamine wie Bio­tin (Vit­amin B7), Zink, Sili­ci­um und Kup­fer, die für gesun­de Haut, Haa­re und Nägel wich­tig sind. Hafer ist zudem reich an Vit­amin B1 und B6, die das Ner­ven­sys­tem und den Stoff­wech­sel stär­ken. Das Getrei­de ent­hält auch essen­zi­el­le Mine­ral­stof­fe wie Eisen, Magne­si­um und Kal­zi­um, die die Blut­bil­dung unter­stüt­zen und gut für die Kno­chen sind. Hafer­flo­cken sind dar­über hin­aus für Vega­ner und Sport­ler geeig­net, da sie reich an Pro­te­inen sind.[44]

Anwen­dung: Hafer­flo­cken eig­nen sich als klas­si­sches Früh­stück in Form von Por­ridge mit Milch oder pflanz­li­chen Alter­na­ti­ve, ergänzt durch Früch­te und Nüs­se. Sie sind auch eine Basis für Müs­li­rie­gel und kön­nen Smoothies tex­tu­rie­ren. Hafer­mehl oder gemah­le­ne Flo­cken kön­nen in Back­re­zep­ten ver­wen­det wer­den. Hafer­flo­cken las­sen sich in Joghurt und Quark ein­rüh­ren oder die­nen in Sup­pen und Ein­töp­fen als Ver­di­ckungs­mit­tel. Hafer­milch ist als Alter­na­ti­ve zu Milch sehr lecker. Zudem ist Hafer in vege­ta­ri­schen Bur­gern, Brat­lin­gen und Ener­gy Balls als Bin­de­mit­tel prä­sent.

6. Kürbiskerne

Kür­bis­ker­ne sind die ess­ba­ren Samen, die im Inne­ren von Kür­bis­sen wach­sen. Sie wer­den aus ver­schie­de­nen Sor­ten von Kür­bis­sen gewon­nen und sind reich an Nähr­stof­fen. Kür­bis­ker­ne sind beliebt dank ihrer ange­neh­men Tex­tur und ihres nussi­gen Geschmacks. Sie ent­hal­ten wert­vol­le Fet­te, Pro­te­ine, Bal­last­stof­fe sowie wich­ti­ge Vit­ami­ne und Mine­ral­stof­fe wie Magne­si­um, Zink und Eisen. Die Ker­ne wer­den häu­fig gerös­tet und gesal­zen als Snack genos­sen oder in ver­schie­de­nen Gerich­ten, wie Sala­ten oder Sup­pen, ver­wen­det. Sie kön­nen auch zu Kür­bis­kern­öl gepresst wer­den, das eben­falls viel­sei­tig ein­ge­setzt wird.[45]

Her­kunft: Der Kür­bis hat sei­nen Ursprung in Ame­ri­ka. Die ers­ten Nach­wei­se stam­men aus Mexi­ko um 7000 vor Chris­tus. In Zen­tral- und Süd­ame­ri­ka war der Kür­bis ein Grund­nah­rungs­mit­tel. Chris­toph Kolum­bus ent­deck­te im 15. Jahr­hun­dert Kür­bis­fel­der und brach­te die Frucht nach Euro­pa. Schnell stell­te sich her­aus, dass man auch die Kür­bis­ker­ne nut­zen kann. Seit Ende des 18. Jahr­hun­dert wird aus die­sen auch das Kür­bis­kern-Öl gepresst.[46]

Gesund­heit­li­che Vor­tei­le:  Kür­bis­ker­ne ent­hal­ten wert­vol­le Inhalts­stof­fe wie Lin­ol­säu­re, Kali­um, Phos­phor, Magne­si­um, Kal­zi­um, Eisen, Kup­fer, Man­gan, Selen, Zink und meh­re­re Vit­ami­ne.[47]

Gerös­te­te Kür­bis­ker­ne sind nähr­stoff­reich und ein idea­ler Snack, beson­ders für Men­schen mit Typ-2-Dia­be­tes auf­grund ihres nied­ri­gen glyk­ämischen Index. Kür­bis­kern­öl, aus gerös­te­ten Ker­nen gewon­nen, ent­hält Tryp­top­han, das die Schlaf­qua­li­tät ver­bes­sert. Es wird auch in der Kos­me­tik ver­wen­det und kann Haut und Haa­re pfle­gen.[48]

Phy­to-Ste­ri­ne in Kür­bis­ker­nen sind bei Bla­sen- und Pro­sta­ta-Pro­ble­men hilf­reich, indem sie Beschwer­den lin­dern und die Bla­sen­mus­ku­la­tur stär­ken. Zudem kann Kür­bis­kern­öl gegen erb­lich beding­ten Haar­aus­fall wir­ken, wie eine Stu­die zeig­te.[49]

Anwen­dung: Im Herbst fal­len meist zahl­rei­che Kür­bis­ker­ne an, die bei der Zube­rei­tung von Kür­bis­sup­pe und Co. übrig­blei­ben. Gerös­tet, süß oder pikant, sind sie eine lecke­re und gesun­de Nasche­rei. Für die­sen Herbst­snack eig­nen sich alle Spei­se­kür­bis­se. Die Ker­ne wer­den aus dem Frucht­fleisch gelöst, in Was­ser von Fasern befreit, getrock­net und mit Öl sowie Gewür­zen nach Geschmack ver­mengt. Süße Vari­an­ten wer­den kara­mel­li­siert, pikan­te mit Gewür­zen wie Chi­li, Knob­lauch oder Papri­ka ver­fei­nert. Nach dem Rös­ten im Ofen bei 180–200 Grad Cel­si­us wer­den die Ker­ne knusp­rig und aro­ma­tisch. Sie pas­sen in Brot, Gebäck, Müs­li­rie­gel, Sala­te und Sup­pen. Die gerös­te­ten Ker­ne wer­den in luft­dich­ten Schraub­glä­sern kühl und dun­kel gela­gert und hal­ten sich eini­ge Wochen.[50]

Die emp­foh­le­ne Ver­zehr­men­ge liegt bei etwa 30 Gramm Kür­bis­ker­nen pro Tag oder ein bis drei Ess­löf­fel Kür­bis­kern­öl, um von den gesund­heits­för­dern­den Eigen­schaf­ten zu pro­fi­tie­ren. [51]

7. Blaubeere

Die Blau­bee­re ist eine klei­ne Frucht, die auf­grund ihres Geschmacks und gesund­heit­li­cher Vor­tei­le beliebt ist. Sie gehört zur Gat­tung Vac­ci­ni­um und ist in ver­schie­de­nen Regio­nen unter unter­schied­li­chen Namen bekannt. So heißt sie etwa im Ruhr­ge­biet “Blau­bee­re”, wäh­rend sie im Rhein­land als “Hei­del­bee­re” bekannt ist. Die Blau­bee­re ist reich an Anti­oxi­dan­ti­en, Vit­ami­nen und Bal­last­stof­fen. Sie wird in ver­schie­de­nen kuli­na­ri­schen Zube­rei­tun­gen wie Des­serts, Kuchen, Smoothies und Joghurts ver­wen­det. In Deutsch­land wer­den vor allem Kul­tur­hei­del­bee­ren aus Nord­ame­ri­ka ver­kauft, die spe­zi­ell für den Anbau gezüch­tet wur­den.[52]

Her­kunft: Kul­tur­hei­del­bee­ren, wie wir sie heu­te ken­nen, sind eine ver­gleichs­wei­se moder­ne Errun­gen­schaft. Erst im 20. Jahr­hun­dert begann Fre­de­ric Ver­non Coville wil­de Hei­del­beer­ar­ten zu kul­ti­vie­ren. Die ers­ten Sor­ten wie Brooks und Rus­sel wur­den um 1908 gezüch­tet. In den fol­gen­den Jahr­zehn­ten wur­den geziel­te Kreu­zun­gen vor­ge­nom­men, die zur Ent­ste­hung der moder­nen Kul­tur­hei­del­bee­re führ­ten. Coville, ein renom­mier­ter Bota­ni­ker und Züch­ter, präg­te den Weg für den Erfolg die­ser Frucht.

Die Kul­tur­hei­del­bee­re hat sich von USA aus welt­weit ver­brei­tet. Sie pro­fi­tier­te von der bereits vor­han­de­nen Bekannt­heit von Hei­del­bee­ren in Form von wil­den Arten und traf auf einen vor­be­rei­te­ten Markt. Inter­es­san­ter­wei­se sind es haupt­säch­lich ame­ri­ka­ni­sche Arten, die Ein­gang in die kul­ti­vier­ten Hei­del­bee­ren gefun­den haben, da Ver­su­che, ein­hei­mi­sche euro­päi­sche Arten ein­zu­kreu­zen, weni­ger erfolg­reich waren.[53]

Gesund­heit­li­che Vor­tei­le: Hei­del­bee­ren sind kalo­rien­arm (45 Kilo­ka­lo­rien pro 100 Gramm) und ent­hal­ten wert­vol­le Nähr­stof­fe wie Vit­amin C, Kali­um, Zink, Fol­säu­re und Eisen. Außer­dem sind Poly­phe­no­le – sekun­dä­re Pflan­zen­stof­fe – in den Bee­ren ent­hal­ten. Die­se för­dern die Zel­ler­neue­rung, bekämp­fen Ent­zün­dun­gen und stär­ken das Immun­sys­tem. Die blau­en Farb­stof­fe (Antho­cya­ne) in den Bee­ren, ins­be­son­de­re Del­phi­ni­din, kön­nen Ent­zün­dun­gen hem­men, indem sie ein Darm­en­zym beein­flus­sen, das für Ent­zün­dun­gen ver­ant­wort­lich ist.[54]

Stu­di­en zei­gen, dass Hei­del­bee­ren den Blut­druck sen­ken kön­nen. In einer Unter­su­chung erhiel­ten Teil­neh­mer über meh­re­re Wochen täg­lich 200 Gramm Blau­beer­saft und zeig­ten nach kur­zer Zeit einen vor­über­ge­hen­den Rück­gang des Blut­drucks. Die­ser Effekt wird auf die Poly­phe­no­le zurück­ge­führt, die die Fle­xi­bi­li­tät der Blut­ge­fä­ße unter­stüt­zen. Wäh­rend Hei­del­bee­ren vie­le gesund­heit­li­che Vor­tei­le bie­ten, ist die prä­ven­ti­ve Wir­kung gegen Krebs noch nicht defi­ni­tiv nach­ge­wie­sen.[55]

Anwen­dung: Mit ihrem ange­nehm säu­er­lich-fruch­ti­gen Geschmack ver­lei­hen Hei­del­bee­ren sowohl süßen als auch herz­haf­ten Gerich­ten eine beson­de­re Note. Sie wer­den in vie­ler­lei belieb­ten Rezep­ten ver­wen­det, dar­un­ter Mar­me­la­de, Kom­pott, Pfann­ku­chen, Muf­fins, Kuchen und Hefe­klö­ße. Zudem sind sie häu­fig Bestand­teil von Spei­sen wie Frucht-Grüt­ze und ande­ren Gerich­ten, die eine Mischung aus ver­schie­de­nen Früch­ten und Bee­ren ent­hal­ten.[56]

Hei­del­bee­ren kön­nen im Kühl­schrank meh­re­re Tage auf­be­wahrt wer­den, nach­dem beschä­dig­te Exem­pla­re aus­sor­tiert wur­den. Sie eig­nen sich auch gut zum Ein­frie­ren und sind ganz­jäh­rig als Tief­kühl­pro­dukt erhält­lich. Vor dem Ein­frie­ren soll­ten die schlech­ten Bee­ren vor­her von Hand her­aus­ge­sucht wer­den. [57]

Wäh­rend der Sai­son von Ende Juni bis Sep­tem­ber müs­sen Hei­del­bee­ren, die im Wald gesam­melt wur­den, vor dem Ver­zehr gründ­lich gewa­schen wer­den. Aller­dings gel­ten Beden­ken hin­sicht­lich Fuchs­band­wurm-Eiern, die an den Bee­ren haf­ten könn­ten, in der Wis­sen­schaft als über­holt. Bei gekoch­ten Zube­rei­tun­gen wie Mar­me­la­de oder Kom­pott besteht sowie­so kein Risi­ko. [58]

8. Grünkohl – die Mineralstoffquelle

Grün­kohl, auch als Kraus­kohl oder Feder­kohl bekannt, ist ein dun­kel­grü­nes Blatt­ge­mü­se aus der Fami­lie der Kreuz­blü­ten­ge­wäch­se. Ursprüng­lich stammt Grün­kohl aus dem Mit­tel­meer­raum. Die Blät­ter des Grün­kohls sind reich an Nähr­stof­fen wie Vit­ami­nen, Mine­ral­stof­fen und Anti­oxi­dan­ti­en. Grün­kohl wird oft in der kal­ten Jah­res­zeit geern­tet, da Frost sei­ne Bit­ter­keit redu­zie­ren kann und den Geschmack ver­bes­sert. In Deutsch­land ist das “Grün­kohl­es­sen” eine kul­tu­rel­le Tra­di­ti­on, die vie­ler­orts gefei­ert wird, oft beglei­tet von Pin­kel (eine cha­rak­te­ris­ti­sche Ein­la­ge) und ande­ren regio­na­len Zuta­ten.[59]

Her­kunft: Der Grün­kohl hat gemein­sam mit ande­ren Kohl­ar­ten sei­nen Ursprung im „Urkohl“, der ent­lang der Küs­ten­ge­bie­te rund um das Mit­tel­meer bis nach Klein­asi­en ver­brei­tet war. Obwohl es vie­le Nach­kom­men die­ser ursprüng­li­chen Kohl­art welt­weit gibt, ent­wi­ckel­te sich der Grün­kohl zu einer Spe­zia­li­tät in aus­ge­wähl­ten Regio­nen. Heut­zu­ta­ge wird er haupt­säch­lich in Groß­bri­tan­ni­en, den skan­di­na­vi­schen Län­dern, den Nie­der­lan­den und dem nord­deut­schen Raum kul­ti­viert und geschätzt. Nord­ame­ri­ka sowie ver­schie­de­nen Gebie­te Afri­kas sind eben­falls Anbau­ge­bie­te. Dank sei­ner Fähig­keit, beson­ders in der kal­ten Jah­res­zeit zu wach­sen, sowie sei­nes hohen Vit­amin­ge­halts ist die­se Kohl­sor­te ein ein­hei­mi­sches Super­food.[60]

Gesund­heit­li­che Vor­tei­le: Grün­kohl ent­hält Vit­ami­ne A, C, E, K und B‑Vitamine sowie anti­oxi­da­tive Pflan­zen­stof­fe. Zudem fin­den wir in dem Win­ter­ge­mü­sen Eisen, Kal­zi­um, Magne­si­um, Zink und Eiweiß. Er über­trifft teil­wei­se den Eisen­ge­halt man­cher Fleisch­sor­ten. Zusätz­lich ist Grün­kohl reich an Kal­zi­um: 100 Gramm ent­hal­ten ähn­lich viel wie 200 Mil­li­li­ter Kuh­milch. Dazu kom­men Bal­last­stof­fe, wel­che die Sät­ti­gung und Ver­dau­ung för­dern.[61]

Auch ist Grün­kohl reich an Pro­te­inen. Kein ande­rer Kohl ent­hält so viel Eiweiß. Daher ist er auch für den Mus­kel­auf­bau bei Sport­lern geeig­net. Sekun­dä­re Pflan­zen­stof­fe wie Caro­ti­no­ide, Fla­vo­no­ide und Chlo­ro­phyll wir­ken anti­oxi­da­tiv, ent­zün­dungs­hem­mend und zell­schüt­zend.[62]

Stu­di­en legen nahe, dass sein regel­mä­ßi­ger Ver­zehr den Cho­le­ste­rin­spie­gel sen­ken kann, was das Risi­ko von Herz-Kreis­lauf-Erkran­kun­gen wie Herz­in­farkt und Schlag­an­fall ver­rin­gert. Die ent­hal­te­nen Ome­ga-3-Fett­säu­ren ver­bes­sern die Blut­zir­ku­la­ti­on, min­dern Arte­rio­skle­ro­se und wir­ken blut­druck­sen­kend sowie ent­zün­dungs­hem­mend. Zudem lie­fert Grün­kohl reich­lich Vit­amin K, das sowohl für die Blut­ge­rin­nung als auch die Kno­chen­ge­sund­heit wich­tig ist. Die Fol­säu­re (Vit­amin B9) im Grün­kohl kann eben­falls posi­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf das Herz-Kreis­lauf-Sys­tem haben.[63]

Dar­über hin­aus ist Grün­kohl eine aus­ge­zeich­ne­te Wahl für eine gesun­de Ernäh­rung und Gewichts­ab­nah­me. Mit sei­nem gerin­gen Kalo­rien­ge­halt und hohen Was­ser­an­teil ent­hält 100 Gramm Grün­kohl ledig­lich etwa 40 Kalo­rien. Gleich­zei­tig ist er fett­arm und “low carb”, da er nur wenig Fett und Koh­len­hy­dra­te auf­weist – ein Gramm Fett pro 100 Gramm.[64]

Anwen­dung: Für eine opti­ma­le Auf­nah­me der gesund­heits­för­dern­den Inhalts­stof­fe von Grün­kohl soll­ten bei der Zube­rei­tung eini­ge Aspek­te beach­tet wer­den. Es emp­fiehlt sich, Grün­kohl mit fett­hal­ti­gen Lebens­mit­teln wie Ölen zuzu­be­rei­ten, um die Auf­nah­me der ent­hal­te­nen Nähr­stof­fe zu för­dern. Wäh­rend eine zu lan­ge Koch­zeit wich­ti­ge Vit­ami­ne redu­zie­ren kann, ist eine scho­nen­de Zube­rei­tung rat­sam, um hit­ze­emp­find­li­che Vit­ami­ne zu bewah­ren. Rohen Grün­kohl kann man vor der Ver­ar­bei­tung leicht mas­sie­ren, um das Blatt wei­cher zu machen. Beim Kauf soll­te auf fri­sche, dun­kel­grü­ne Blät­ter geach­tet wer­den, die durch Quietsch­ge­räu­sche ihre Fri­sche zei­gen. Gel­be oder gräu­li­che Blät­ter soll­ten ver­mie­den wer­den. Bio­qua­li­tät ist rat­sam, um schäd­li­che Dün­ge­mit­tel zu umge­hen. Fri­schen Grün­kohl lagert man im Kühl­schrank und kann ihn etwa vier bis fünf Tage auf­be­wah­ren. Grün­kohl ist als fri­sches Gemü­se in den Win­ter­mo­na­ten erhält­lich. Er kann auch tief­ge­fro­ren gekauft wer­den. Als Zutat in ver­schie­de­nen Pro­duk­ten wie Smoothies, Säf­ten und Chips ist er eben­falls emp­feh­lens­wert.[65]

9. Sauerkraut

Sau­er­kraut ist ein tra­di­tio­nel­les deut­sches Gericht, das aus fein geschnit­te­nem Weiß­kohl her­ge­stellt wird. Der Kohl kon­ser­viert durch Milch­säu­re­gä­rung, wodurch er sei­nen cha­rak­te­ris­ti­schen sau­ren Geschmack erhält. Die­ser Gärungs­pro­zess basiert auf Mikro­or­ga­nis­men, die natür­lich auf dem Kohl vor­kom­men. Sau­er­kraut ist reich an Vit­ami­nen und Bal­last­stof­fen und wird oft als Bei­la­ge zu ver­schie­de­nen Gerich­ten ser­viert. In Deutsch­land gilt Sau­er­kraut als belieb­tes Gericht, ins­be­son­de­re in den käl­te­ren Mona­ten.[66]

Her­kunft: Der genaue Ursprung von Sau­er­kraut unklar ist. Exper­ten neh­men aber an, dass die Chi­ne­sen es erst­mals her­ge­stellt haben. Im alten Chi­na war es Kraft­nah­rung für Schwer­ar­bei­ter, wäh­rend Mon­go­len­stäm­me das Sau­er­kraut nach Euro­pa brach­ten.[67]

Sau­er­kraut erfreu­te sich in der Geschich­te ver­schie­de­ner Kul­tu­ren gro­ßer Aner­ken­nung. Sogar der grie­chi­sche Arzt Hip­po­kra­tes lob­te sei­ne Vor­tei­le. Im Römi­schen Reich wur­de Kohl ein­ge­sal­zen und mit Essig in Ton­krü­gen kon­ser­viert. Im 18. Jahr­hun­dert erkann­ten Natur­for­scher, dass Sau­er­kraut gegen Schar­bock (Skor­but) wirk­te, was See­fah­rern zugu­te­kam. James Cook nahm auf sei­nen Rei­sen ton­nen­wei­se Sau­er­kraut mit. Auf­grund sei­ner Vor­tei­le wur­de Sau­er­kraut zur Ver­sor­gung gro­ßer Grup­pen und Armeen in Euro­pa genutzt. Ab dem spä­ten 19. Jahr­hun­dert erfolg­te die indus­tri­el­le Her­stel­lung von Sau­er­kraut.

Gesund­heit­li­che Vor­tei­le: Die Milch­säu­re­gä­rung ver­leiht Sau­er­kraut sei­ne gesun­den Eigen­schaf­ten. So ist es kalo­rien­arm mit weni­ger als 20 Kilo­ka­lo­rien und 0,4 Gramm Fett pro 100 Gramm. Dane­ben bie­tet es ver­schie­de­ne Vit­ami­ne wie Vit­amin C, Beta-Caro­tin (Vor­stu­fe von Vit­amin A), Vit­amin K und Fol­säu­re. Das Kraut ent­hält auch wich­ti­ge Mine­ral­stof­fe wie, Kali­um, Magne­si­um und Cal­ci­um. Es ist zudem reich an Ami­no­säu­ren und Bal­last­stof­fen (ca. 2–3 Gramm pro 100 Gramm).[68]

Anwen­dung: Sau­er­kraut kann roh ver­zehrt wer­den oder erhitzt. Um den Geschmack abzu­run­den, las­sen sich dem Sau­er­kraut ver­schie­de­ne Zuta­ten hin­zu­fü­gen, dar­un­ter Wein, Obst­wein, ver­schie­de­ne Zucker­ar­ten, Honig, Gewür­ze, Kräu­ter oder ihre Extrak­te.[69]

Im Inter­net gibt es eine unge­heu­re Men­ge an Rezep­ten, die als Basis Sau­er­kraut nut­zen. Hier ein paar Bei­spie­le:

Sau­er­kraut­auf­lauf

https://​www​.chef​koch​.de/​r​e​z​e​p​t​e​/​1​4​2​8​8​5​1​2​4​7​7​4​3​0​0​1​/​A​b​s​o​l​u​t​-​d​e​r​-​b​e​s​t​e​-​S​a​u​e​r​k​r​a​u​t​a​u​f​l​a​u​f​-​d​e​r​-​W​e​l​t​.​h​tml

Sau­er­kraut­brat­lin­ge

https://​www​.chef​koch​.de/​r​e​z​e​p​t​e​/​4​1​5​3​3​5​1​6​6​2​4​5​4​9​5​4​/​Q​u​i​n​o​a​-​S​a​u​e​r​k​r​a​u​t​-​B​r​a​t​l​i​n​g​e​.​h​tml

Maul­ta­schen mit Sau­er­kraut

https://​www​.chef​koch​.de/​r​e​z​e​p​t​e​/​4​1​4​1​9​0​1​6​5​8​7​6​5​9​3​6​/​M​a​u​l​t​a​s​c​h​e​n​-​m​i​t​-​S​a​u​e​r​k​r​a​u​t​.​h​tml

10. Tomate

Toma­ten gehö­ren bota­nisch gese­hen zur Fami­lie der Nacht­schat­ten­ge­wäch­se. Ursprüng­lich stam­men sie aus Süd­ame­ri­ka und sind heu­te in zahl­rei­chen Far­ben und For­men erhält­lich. Sie wer­den oft als Gemü­se bezeich­net, obwohl sie bota­nisch betrach­tet zu den Früch­ten also Obst zäh­len. Toma­ten kön­nen roh oder gekocht genos­sen wer­den und sind eine wich­ti­ge Quel­le für Vit­ami­ne, ins­be­son­de­re Vit­amin C und Anti­oxi­dan­ti­en.[70]

Her­kunft: Ursprüng­lich behei­ma­tet in Mit­tel­ame­ri­ka, erhielt die Toma­te von den Maya und Azte­ken den Namen “Xic­tom­atl”, was “Schwell­frucht” bedeu­tet. Die frü­hen Toma­ten­sor­ten, die durch Chris­toph Kolum­bus nach Euro­pa gebracht wur­den, unter­schie­den sich stark von den heu­ti­gen Super­markt-Toma­ten. Sie waren klein und besa­ßen eine gel­be Scha­le – ein Merk­mal, das sich auch in der ita­lie­ni­schen Bezeich­nung “pomo­do­ro” (Gold­ap­fel) wider­spie­gelt.[71]

Inter­es­sant: Im Jahr 2019 erwarb jeder deut­sche Haus­halt durch­schnitt­lich elf Kilo­gramm fri­sche Toma­ten. Inklu­si­ve ver­ar­bei­te­ter For­men wie Toma­ten­mark oder Ket­chup belief sich der Pro-Kopf-Ver­brauch im Jahr 2018/19 auf 27 Kilo­gramm. Obwohl die meis­ten Toma­ten impor­tiert wer­den, domi­nie­ren sie den Spei­se­plan als belieb­tes­tes Gemü­se. Haupt­lie­fe­ran­ten sind die Nie­der­lan­de und Spa­ni­en (zusam­men 79 Pro­zent), gefolgt von Bel­gi­en, Marok­ko, Ita­li­en, Polen, Frank­reich und der Tür­kei. Der Toma­ten­an­bau der EU macht nur einen Bruch­teil der welt­wei­ten Pro­duk­ti­on aus: Chi­na führt mit knapp 62 Mil­lio­nen Ton­nen (2018) von den welt­weit her­ge­stell­ten 182 Mil­lio­nen Ton­nen.[72]

Gesund­heit­li­che Vor­tei­le: Toma­ten bestehen größ­ten­teils aus Was­ser (94%) und ent­hal­ten nur 17 Kilo­ka­lo­rien pro 100 Gramm. Sie sind reich an Vit­amin C, Kali­um, Bal­last­stof­fen und sekun­dä­ren Pflan­zen­stof­fen. Die haupt­säch­lich gelb-roten Caro­ti­no­ide wie Beta-Caro­tin und Lyko­pin ver­lei­hen Toma­ten ihre Far­be. Lyko­pin, wel­ches etwa 90% der Caro­ti­no­id­men­ge aus­macht, besitzt anti­oxi­da­tive und anti­kan­ze­ro­ge­ne Eigen­schaf­ten:[73]

  • Anti­oxi­da­tive Eigen­schaft: Lyko­pin baut aggres­si­ve Sau­er­stoff­ver­bin­dun­gen ab, ver­rin­gert das Risi­ko von Herz-Kreis­lauf-Erkran­kun­gen und Arte­rio­skle­ro­se.
  • Anti­kan­ze­ro­ge­ne Eigen­schaft: Lyko­pin unter­drückt die Umwand­lung vor­ge­schä­dig­ter Zel­len in Krebs­zel­len und kann so bestimm­ten Krebs­ar­ten vor­beu­gen, wie Prostata‑, Lungen‑, Magen­krebs und mehr.

Obwohl Lyko­pin Krebs nicht defi­ni­tiv ver­hin­dern kann, besteht ein Zusam­men­hang zwi­schen Caro­ti­no­id­auf­nah­me und Krebs­prä­ven­ti­on durch Obst- und Gemü­se­kon­sum. Lyko­pin bleibt auch bei Erhit­zung in Toma­ten­pro­duk­ten erhal­ten und kann bes­ser auf­ge­nom­men wer­den als aus rohen Toma­ten. Viel­fäl­ti­ger Toma­ten­ver­zehr wird emp­foh­len, da er wesent­lich zu Lyko­pin­zu­fuhr und ande­ren Gesund­heits­vor­tei­len bei­trägt.[74]

Anwen­dung: Fri­sche Toma­ten soll­ten nach dem Ein­kauf aus der Ver­pa­ckung genom­men und an einem luf­ti­gen, schat­ti­gen Ort auf­be­wahrt wer­den. Sie soll­ten bei küh­len Zim­mer­tem­pe­ra­tu­ren zwi­schen 12–16 Grad Cel­si­us, idea­ler­wei­se dun­kel, auf­be­wahrt wer­den, um ihr Aro­ma voll­stän­dig zu ent­wi­ckeln. Toma­ten set­zen das Rei­fe­gas Ethy­len frei, das umlie­gen­des Obst und Gemü­se schnel­ler rei­fen und ver­der­ben las­sen kann. Fri­sche Toma­ten soll­ten inner­halb einer Woche ver­zehrt wer­den, um den Nähr­stoff­ge­halt zu erhal­ten. Geöff­ne­te Toma­ten­pro­duk­te soll­ten im Kühl­schrank auf­be­wahrt und rasch ver­braucht wer­den, wobei das Abde­cken mit Öl das Ver­der­ben ver­zö­gert.[75]

Wissenschaftliche Erkenntnisse

Superfood Heidelbeeren und Goji-Beeren – Pro und Kontra

Goji-Bee­ren stam­men ursprüng­lich aus Asi­en und sind reich an essen­zi­el­len Vit­ami­nen, Mine­ral­stof­fen und sekun­dä­ren Pflan­zen­stof­fen. Ähn­li­che Bestand­tei­le fin­den sich auch in Hei­del­bee­ren wie­der. Trotz die­ser Gemein­sam­kei­ten konn­ten die gesund­heits­för­dern­den Effek­te von sowohl Goji-Bee­ren als auch Hei­del­bee­ren in Stu­di­en ent­we­der nicht voll­stän­dig oder nur teil­wei­se bestä­tigt wer­den.[76]

Kon­traPro
Die Stif­tung Gesund­heits­wis­sen ana­ly­sier­te sechs ran­do­mi­siert-kon­trol­lier­te Stu­di­en über Goji-Bee­ren sowie elf über Hei­del­bee­ren. Dabei zeig­te sich, dass weder das Kör­per­ge­wicht noch Cho­le­ste­rin­wer­te, Blut­druck oder Blut­zu­cker­wer­te signi­fi­kant san­ken, selbst bei täg­li­chem Ver­zehr die­ser Bee­ren oder ent­spre­chen­den Säf­ten.[77]Es gab posi­ti­ve Ergeb­nis­se in zwei Stu­di­en, in denen das Wohl­be­fin­den der Pro­ban­den, die täg­lich 120 ml Goji-Bee­ren­saft zu sich nah­men, sich ver­bes­ser­te. In zwei wei­te­ren Stu­di­en wie­der­um konn­te nach­ge­wie­sen wer­den, dass der regel­mä­ßi­ge Kon­sum von Hei­del­bee­ren bestimm­te kogni­ti­ve Fähig­kei­ten stei­ger­te.[78]

Chia-Samen und Leinsamen – Pro und Kontra

Die Samen der Chia-Pflan­ze, die aus Mexi­ko stam­men, sind reich an wert­vol­len Fet­ten, Pro­te­inen und Bal­last­stof­fen. Ver­gleich­bar gesun­de Nähr­stof­fe fin­den sich auch in hei­mi­schen Lein­sa­men. Sowohl Chia- als auch Lein­sa­men sol­len die Ver­dau­ung för­dern und Herz-Kreis­lauf-Erkran­kun­gen vor­beu­gen, da sie posi­tiv auf Cho­le­ste­rin- und Blut­zu­cker­wer­te wir­ken kön­nen.[79]

Kon­traPro
Eine Ana­ly­se von drei Stu­di­en über Chia-Samen
sowie 15 Stu­di­en über Lein­sa­men ergab, dass die meis­ten der behaup­te­ten Gesund­heits­ef­fek­te ent­we­der nicht bestä­tigt wer­den konn­ten
oder nur teil­wei­se zutra­fen.[80]
Ein­zig bei Lein­sa­men konn­te nach­ge­wie­sen wer­den, dass ihr täg­li­cher Ver­zehr die Blut­fett­wer­te ver­bes­sert und den täg­li­chen Blut­druck senkt.[81]

Quinoa und Hirse – Pro und Kontra

Qui­noa und Hir­se gel­ten als gesund­heits­för­dernd und wer­den mit posi­ti­ven Effek­ten wie der Sen­kung von Blut­druck und Cho­le­ste­rin in Ver­bin­dung gebracht. Die­se Effek­te sol­len vor Herz-Kreis­lauf-Erkran­kun­gen schüt­zen, wäh­rend Qui­noa auch als Sät­ti­gungs­mit­tel für Gewichts­ab­nah­me ange­prie­sen wird. Hir­se wird sogar Krebs­prä­ven­ti­on und Dia­be­tes­hei­lung zuge­schrie­ben.[82]

Kon­traPro
Kei­ne der Stu­di­en, wel­che die Stif­tung
Gesund­heits­wis­sen unter­such­te, konn­te nach­wei­sen, dass die­se Getrei­de­sor­ten Krebs ver­hin­dern oder Dia­be­tes hei­len kön­nen. Es wur­den kei­ne
signi­fi­kan­ten Aus­wir­kun­gen auf Blut­druck, Cho­le­ste­rin oder Blut­zu­cker­wer­te bei gesun­den Erwach­se­nen fest­ge­stellt.[83]
Bei Men­schen, die Qui­noa kon­su­mier­ten, ergab sich in einem Zeit­raum von vier bis zwölf Wochen eine mini­ma­le Gewichts­ab­nah­me von 0,5 Kilo­gramm.[84]

Ein­schrän­kung: Da die unter­such­ten Stu­di­en ledig­lich über eini­ge Wochen lie­fen, ist unklar, wie Qui­noa und Hir­se lang­fris­tig die Gesund­heit beein­flus­sen könn­ten. Kei­ne der Stu­di­en berich­te­te über Neben­wir­kun­gen durch den Ver­zehr von Qui­noa und Hir­se.[85]

Regionale vs. globale Superfoods

Vorteile einheimischer Superfoods

Als Super­foods wer­den oft exo­ti­sche Nah­rungs­mit­tel bezeich­net. Die­se sind in der Regel teu­er und legen meist weit trans­por­tiert wer­den, was die Umwelt belas­tet. Von den Anbau­be­din­gun­gen vor Ort ganz zu schwei­gen. Zusätz­lich besteht die Mög­lich­keit, einer höhe­ren Belas­tung mit Pflan­zen­schutz­mit­teln im Ver­gleich zu ein­hei­mi­schen Pro­duk­ten, wie ver­schie­de­ne Stu­di­en auf­ge­zeigt haben. Eine emp­feh­lens­wer­te Alter­na­ti­ve stellt hei­mi­sches Obst und Gemü­se dar. Es beweist, dass auch in unse­ren Gär­ten und auf unse­ren Fel­dern Super­foods wach­sen.[86]

Tabelle: Exotische Superfoods und ihre regionale Entsprechung

Exo­ti­sches Super­foodEin­hei­mi­sches Super­foodSuper­food Inhalts­stoff
Chi­a­sa­menLein­sa­menPro­te­in und Ome­ga-3-Fett­säu­ren
Schwar­ze Johan­nis­bee­ren und Sand­dornGoji-Bee­renVit­amin C
Hei­del­bee­ren, Holun­der­bee­ren, blaue Trau­ben oder Rot­kohlAçai-Bee­renAntho­cya­nen
Wal­nüs­seAvo­ca­dosunge­sät­tig­ten Fett­säu­ren
Hir­se und HaferQui­noaPro­te­ine, Eisen.

Nachhaltigkeitsaspekt von Superfood

Vie­le Super­foods wei­sen eine schlech­te öko­lo­gi­sche Bilanz auf, da sie oft aus weit ent­fern­ten Län­dern impor­tiert wer­den und bei der Pro­duk­ti­on viel Was­ser ver­brau­chen, was Öko­sys­te­me gefähr­det. So benö­tigt ein Avo­ca­do­baum täg­lich etwa 50 Liter Was­ser in den oft bereits tro­cke­nen und hei­ßen Anbau­ge­bie­ten. Die­ses Was­ser wird dem Grund­was­ser oder aus umge­lei­te­ten Flüs­sen ent­nom­men. Schät­zun­gen besa­gen, dass für ein Kilo­gramm Avo­ca­do zwi­schen 1.000 und 2.000 Liter Was­ser benö­tigt wer­den. Die­ser hohe Was­ser­be­darf führt zu Was­ser­knapp­heit in den Anbau­re­gio­nen. Die Was­ser­ver­sor­gung für die loka­le Bevöl­ke­rung wird schwie­ri­ger, und in eini­gen Gebie­ten in Chi­le sind Tank­wa­gen not­wen­dig, um Trink­was­ser zu lie­fern.[87]

Der kon­ven­tio­nel­le Anbau von Avo­ca­dos in den Haupt­an­bau­ge­bie­ten ver­nach­läs­sigt oft Nach­hal­tig­keits­aspek­te. Meist wächst die Frucht Mono­kul­tu­ren. Die Ver­wen­dung mine­ra­li­scher Dün­ger in der kon­ven­tio­nel­len Land­wirt­schaft belas­tet die Umwelt, ins­be­son­de­re Böden und Grund­was­ser. Was als gesun­de Ernäh­rung bei uns ange­se­hen wird, kann also anders­wo zu Umwelt­schä­den und Trink­was­ser­knapp­heit füh­ren.[88]

Aber auch das Sozi­al­ge­fü­ge kann in den Her­kunfts­län­dern der Super­foods durch­ein­an­der­ge­bracht wer­den. Das illus­triert etwa das “Qui­noa-Fie­ber”. Die Prei­se in den Anbau­ge­bie­ten stie­gen durch den plötz­li­chen Anstieg der Nach­fra­ge und die Ein­füh­rung neu­er Pro­du­zen­ten. Tra­di­tio­nel­le Qui­noa-Kon­su­men­ten hat­ten fort­an Schwie­rig­kei­ten, sich das teu­re Lebens­mit­tel zu leis­ten. Die Ersatz­nah­rungs­mit­tel sind oft west­li­che Alter­na­ti­ven, die weni­ger gesund sind. Das birgt das Risi­ko von Nähr­stoff­man­gel und unaus­ge­wo­ge­ner Ernäh­rung in den betrof­fe­nen Gebie­ten.[89]

Des­halb ist es wich­tig, bei allen Super­foods auf regio­na­le Alter­na­ti­ven zu set­zen.

Gesundheitliche Bedenken

Grund­sätz­lich sind Super­foods in Form von fri­schen Früch­ten oder Samen, getrock­net oder als Püree aus ernäh­rungs­phy­sio­lo­gi­scher Sicht unbe­denk­lich. Jedoch besteht bei exo­ti­schen Lebens­mit­teln immer das Risi­ko all­er­gi­scher Reak­tio­nen oder Über­emp­find­lich­keits­re­ak­tio­nen, sei es in rei­ner Form oder als Extrakt. Es ist auch mög­lich, dass Super­foods Wech­sel­wir­kun­gen mit Arz­nei­mit­teln ein­ge­hen kön­nen. Ähn­lich wie bei der Grape­fruit soll­te bei­spiels­wei­se ein zeit­li­cher Abstand zwi­schen dem Kon­sum von Gra­nat­ap­fel­pro­duk­ten und der Ein­nah­me von Medi­ka­men­ten ein­ge­hal­ten wer­den. Das ver­mei­det uner­wünsch­te Inter­ak­tio­nen. Per­so­nen, die bestimm­te blut­ver­dün­nen­de Medi­ka­men­te ein­neh­men, soll­ten vor­sich­tig sein, wenn sie Goji­bee­ren oder Goji­bee­ren-Kon­fi­tü­re ver­zeh­ren.[90]

Beson­de­re Vor­sicht ist bei ange­rei­cher­ten Super­foods gebo­ten. Im Lebens­mit­tel­be­reich gibt es kei­ne Stan­dar­di­sie­rung wie bei Arz­nei­mit­teln. Unter­schied­li­che Extrak­te oder Zube­rei­tun­gen von Super­foods sind nicht direkt ver­gleich­bar. Eine Sub­stanz, die in nor­ma­len Men­gen unpro­ble­ma­tisch ist, kann durch Kon­zen­trie­rung in bestimm­ten Zube­rei­tun­gen gesund­heit­li­che Risi­ken ber­gen. Das Bun­des­in­sti­tut für Risi­ko­be­wer­tung warnt vor Super­food-Pro­duk­ten, die aus pflanz­li­chen Extrak­ten oder Zube­rei­tun­gen bestehen, da die­se mög­li­cher­wei­se gesund­heits­schäd­li­che Sub­stan­zen in kon­zen­trier­ter Form ent­hal­ten kön­nen. Die feh­len­den Stan­dards bei Extrak­ti­ons­ver­fah­ren und unzu­rei­chen­de Daten aus Stu­di­en erschwe­ren die gesund­heit­li­che Bewer­tung sol­cher Pro­duk­te. Die­se sind nicht gleich­zu­set­zen mit den pflanz­li­chen Super­foods, aus denen sie gewon­nen wer­den.[91]

Leckere Rezepte mit einheimischen Superfoods

Brenn­ses­sel­ge­mü­se

Hafer­flo­cken­brot

Hage­but­ten Mar­me­la­de

Kosten-Nutzen-Analyse von Superfoods

Tat­säch­lich soll­ten auch unter dem Kos­ten­aspekt ein­hei­mi­sches Super­food bevor­zugt wer­den. In aller Regel sind die­se bil­li­ger und in Deutsch­land und der EU sind auch die Schad­stoff­kon­trol­len stren­ger als in exo­ti­schen Her­kunfts­län­dern.

Der Nut­zen von Super­foods ist klar, denn sie ergän­zen den Spei­se­plan sinn­voll. Jedoch ersetzt ein Super­food nie­mals eine aus­ge­wo­ge­ne Ernäh­rung. Des­halb nut­zen Super­foods nur immer so viel, wie sie sinn­voll in den eige­nen Spei­se­plan inte­griert wer­den.

Kostenvergleich Superfood exotisch – heimisch

Exo­ti­sches Super­foodPreis pro kgEin­hei­mi­sches Super­foodPreis pro kgPrei­se­er­spar­nis
Chi­a­sa­men8 €Lein­sa­men5 €3 € (ein­hei­misch)
Schwar­ze Johan­nis­bee­re (frisch)15 €Goji-Bee­ren (getrock­net)23 €8 € (ein­hei­misch)
Hei­del­bee­re (frisch)13 €Açai-Bee­ren (Pul­ver)125 €112 € (ein­hei­misch)
Wal­nüs­se7 €Avo­ca­dos8 €1 € (ein­hei­misch)
Hafer2 €Qui­noa9 €7 € (ein­hei­misch)
Hin­weis: Alle Prei­se wur­den kauf­män­nisch gerun­det. Erho­ben wur­den die Prei­se im August 2023.

Mythen und Missverständnisse

1. Mythos: Superfoods müssen aus exotischen Ländern kommen

“Super­foods” sind Lebens­mit­tel, die oft mit sekun­dä­ren Pflan­zen­in­halts­stof­fen und Mikro­nähr­stof­fen wie Anti­oxi­dan­ti­en, Vit­ami­nen und Mine­ral­stof­fen in Ver­bin­dung gebracht wer­den, um die ver­meint­li­chen posi­ti­ven Effek­te zu erklä­ren. Jedoch sind die­se Inhalts­stof­fe auch in hei­mi­schen Lebens­mit­teln aus Deutsch­land und Euro­pa in ver­gleich­ba­ren Men­gen vor­han­den. Die­se Alter­na­ti­ven haben oft kür­ze­re Trans­port­we­ge im Ver­gleich zu den exo­ti­schen “Super­foods”, die häu­fig aus Süd- und Mit­tel­ame­ri­ka oder Asi­en impor­tiert wer­den. Somit sind hei­mi­sche Lebens­mit­tel in der Regel nach­hal­ti­ger und bie­ten ein ähn­li­ches Nähr­stoff­pro­fil.[92]

2. Mythos: Superfoods sInd wie Medizin

Super­foods sind für gewöhn­lich für ihren hohen Gehalt an wert­vol­len Inhalts­stof­fen bekannt. Trotz­dem sind die gesund­heits­för­dern­den Eigen­schaf­ten bestimm­ter Super­foods meist nicht wis­sen­schaft­lich belegt. Zudem nei­gen Super­foods aus fer­nen Län­dern häu­fig dazu, mit Schad­stof­fen belas­tet zu sein. Exo­ti­sche Lebens­mit­tel ber­gen zudem immer ein gewis­ses Risi­ko, Über­emp­find­lich­keits­re­ak­tio­nen oder All­er­gien aus­zu­lö­sen. Auch Wech­sel­wir­kun­gen mit Medi­ka­men­ten sind in die­sem Zusam­men­hang mög­lich. [93] Gene­rell sind Super­foods kei­ne Gesund­ma­cher, son­dern ergän­zen sinn­voll den Spei­se­plan.

3. Mythos: Superfoods müssen teuer sein

Nein, denn ein­hei­mi­sche Super­foods kön­nen es mit den Exo­ten auf­neh­men und kos­ten in der Regel nur einen Bruch­teil. So etwa ist die Hei­del­bee­re genau­so gesund und ent­hält prak­tisch die­sel­ben Vit­ami­ne, Anti­oxi­dan­ti­en usw. wie die Açai-Bee­re und kos­tet dabei ein Zehn­tel des Prei­ses.

Fazit

„Super­food“ sind nähr­stoff­rei­che Lebens­mit­tel mit gesund­heit­li­chen Vor­tei­len. Doch auch wenn sie wert­vol­le Nähr­stof­fe wie Vit­ami­ne und Anti­oxi­dan­ti­en bie­ten, soll­ten sie immer als Teil einer aus­ge­wo­ge­nen Ernäh­rung betrach­tet wer­den.

His­to­risch gese­hen sind Super­foods kei­ne Neu­erfin­dung. Qui­noa, Kar­tof­feln und Hül­sen­früch­te wur­den schon lan­ge als wich­ti­ge Nah­rungs­quel­len genutzt. Moder­ne Super­foods wie Goji-Bee­ren und Chia-Samen zei­gen jedoch gemisch­te gesund­heit­li­che Effek­te in Stu­di­en.

Nach­hal­tig­keit ist ein Schlüs­sel­fak­tor bei vie­len Super­foods. Der Import exo­ti­scher Früch­te kann öko­lo­gi­sche Aus­wir­kun­gen haben. Regio­na­le Alter­na­ti­ven sind oft nach­hal­ti­ger und umwelt­freund­li­cher.

Gesund­heit­li­che Aus­wir­kun­gen soll­ten außer­dem beach­tet wer­den, da all­er­gi­sche Reak­tio­nen und Medi­ka­men­ten­wech­sel­wir­kun­gen auf­tre­ten kön­nen. Ange­rei­cher­te Super­foods kön­nen unbe­re­chen­ba­re Gesund­heits­ef­fek­te haben.

Super­foods sind wert­voll für unse­re Gesund­heit, aber sie erset­zen nie­mals eine aus­ge­wo­ge­ne und abwechs­lungs­rei­che Ernäh­rung.


Quellen

[1] Vgl. Bar­mer: Hei­mi­sche Super­foods: wir­ken sie?, Redak­ti­on: Sil­ke Stad­ler (Medi­zin­jour­na­lis­tin, Jel­ly­fi­sh), Qua­li­täts­si­che­rung: Dr. Clau­dia Lau­pert-Deick, https://​www​.bar​mer​.de/​g​e​s​u​n​d​h​e​i​t​-​v​e​r​s​t​e​h​e​n​/​l​e​b​e​n​/​e​r​n​a​e​h​r​u​n​g​/​h​e​i​m​i​s​c​h​e​-​s​u​p​e​r​f​o​o​d​s​-​1​1​2​8​802, Abruf am 28.08.23 und Nds. Lan­des­amt für Ver­brau­cher­schutz und Lebens­mit­tel­si­cher­heit: „Super­food“ – was ist das? https://​www​.laves​.nie​der​sach​sen​.de/​s​t​a​r​t​s​e​i​t​e​/​l​e​b​e​n​s​m​i​t​t​e​l​/​l​e​b​e​n​s​m​i​t​t​e​l​g​r​u​p​p​e​n​/​s​u​p​e​r​f​o​o​d​-​w​a​s​-​i​s​t​-​d​a​s​-​1​5​3​6​3​3​.​h​tml, Abruf am 28.08.23

[2] Vgl. Ali­men­ta­ri­um: Super­food. Goji-Bee­ren, Chi­a­sa­men, Grün­kohl – Ver­brau­cher lie­ben solch posi­tiv besetz­ten Nah­rungs­mit­tel. Doch hal­ten die ihr Ver­spre­chen auch? von Sophie Gaitzsch, https://​www​.ali​men​ta​ri​um​.org/​d​e​/​s​t​o​r​y​/​s​u​p​e​r​f​ood, Abruf am 28.08.23

[3] Vgl. Sta­tis­ta: Umfra­ge zur Kon­sum­häu­fig­keit von Super­food in Deutsch­land im Jahr 2020, von San­dra Ahrens, 16.12.2020, https://​de​.sta​tis​ta​.com/​s​t​a​t​i​s​t​i​k​/​d​a​t​e​n​/​s​t​u​d​i​e​/​1​1​8​8​8​7​8​/​u​m​f​r​a​g​e​/​k​o​n​s​u​m​h​a​e​u​f​i​g​k​e​i​t​-​v​o​n​-​s​u​p​e​r​f​o​o​d​-​i​n​-​d​e​u​t​s​c​h​l​a​nd/, Abruf am 28.08.23

[4] Vgl. Ber­ke­ley News: The super­foods that fue­led anci­ent Ande­ans through 2,500 years of turm­oil, von Yas­min Anwar, 29.11.2021, https://​news​.ber​ke​ley​.edu/​2​0​2​1​/​1​1​/​2​9​/​t​h​e​-​s​u​p​e​r​f​o​o​d​s​-​t​h​a​t​-​f​u​e​l​e​d​-​a​n​c​i​e​n​t​-​a​n​d​e​a​n​s​-​t​h​r​o​u​g​h​-​2​5​0​0​-​y​e​a​r​s​-​o​f​-​t​u​r​m​o​il/, Abruf am 28.08.23

[5] Vgl. Grie­chen­land Zei­tung: „Super­food“ der Anti­ke: grie­chi­sche Hül­sen­früch­te, 17.10.2018, https://www.griechenland.net/nachrichten/chronik/24665-%E2%80%9Esuperfood%E2%80%9C-der-antike-griechische‑h%C3%BClsenfr%C3%BCchte, Abruf am 28.08.23

[6] Vgl. Bun­des­zen­trum für Ernäh­rung: Hül­sen­früch­te: Gesund essen. Was macht Hül­sen­früch­te so wert­voll?, von Dr. Mai­ke Groen­eveld, Bonn; Dr. Clau­dia Mül­ler, Sankt Augus­tin, https://​www​.bzfe​.de/​l​e​b​e​n​s​m​i​t​t​e​l​/​v​o​m​-​a​c​k​e​r​-​b​i​s​-​z​u​m​-​t​e​l​l​e​r​/​h​u​e​l​s​e​n​f​r​u​e​c​h​t​e​/​h​u​e​l​s​e​n​f​r​u​e​c​h​t​e​-​g​e​s​u​n​d​-​e​s​s​en/, Abruf am 28.08.23

[7] Vgl. Hof­staet­ter Apo­the­ke: Grü­nes Eisen. Wun­der­kraut, https://​www​.hof​staet​ter​-apo​the​ke​.at/​t​e​m​/​h​e​i​l​p​f​l​a​n​z​e​n​/​b​r​e​n​n​n​e​s​s​e​l​-​w​u​n​d​e​r​k​r​a​u​t​-​g​r​u​e​n​e​s​-​e​i​s​en/, Abruf am 28.08.23

[8] Vgl. Kräu­ter­kon­tor: Brenn­nes­sel, von Frank Schnei­der, 9.05.2017, https://​kraeu​ter​kon​tor​.de/​m​a​g​a​z​i​n​/​b​r​e​n​n​n​e​s​s​el/, Abruf am 28.08.23

[9] Vgl. ebd.

[10] Vgl. Wiki­pe­dia: Lein­sa­men, https://​de​.wiki​pe​dia​.org/​w​i​k​i​/​L​e​i​n​s​a​men, Abruf am 19.08.23

[11] Vgl. Ölmüh­le Sol­ling: Woher kommt die Lein­saat?, https://​www​.oel​mueh​le​-sol​ling​.de/​f​a​q​/​h​e​r​k​u​n​f​t​-​l​e​i​n​s​a​a​t​.​h​tml, Abruf am 29.08.23

[12] Vgl. AOK: Lein­sa­men für die Gesund­heit, 17.03.2023, https://​www​.aok​.de/​p​k​/​m​a​g​a​z​i​n​/​e​r​n​a​e​h​r​u​n​g​/​l​e​b​e​n​s​m​i​t​t​e​l​/​l​e​i​n​s​a​m​e​n​-​i​n​h​a​l​t​s​s​t​o​f​f​e​-​n​a​e​h​r​w​e​r​t​e​-​u​n​d​-​w​i​r​k​u​ng/. Abruf am 29.08.23

[13] Vgl. ebd.

[14] Vgl. ebd.

[15] Vgl. ebd.

[16] Vgl. ebd.

[17] Vgl. Kost­ba­re Natur: Hunds-Rose (Hage­but­te), von Rita Hele­ne, https://​www​.kost​ba​re​na​tur​.net/​a​n​w​e​n​d​u​n​g​e​n​-​u​n​d​-​i​n​h​a​l​t​s​s​t​o​f​f​e​/​h​u​n​d​s​-​r​o​se/, Abruf am 29.08.23

[18] Ewa­lia: Hage­but­te, https://​www​.ewa​lia​.de/​e​w​a​l​i​a​-​m​a​g​i​c​-​t​i​p​p​s​/​h​a​g​e​b​u​tte, Abruf am 29.08.23

[19] Vgl. Wik­tio­na­ry: Hage­but­te, https://​de​.wik​tio​na​ry​.org/​w​i​k​i​/​H​a​g​e​b​u​tte, Abruf am 29.08.23

[20] Vgl. Geo: Hage­but­ten: Die­se Vit­ami­ne ste­cken drin, https://​www​.geo​.de/​w​i​s​s​e​n​/​e​r​n​a​e​h​r​u​n​g​/​v​i​t​a​m​i​n​-​l​e​x​i​k​o​n​/​2​0​5​6​7​-​r​t​k​l​-​h​a​g​e​b​u​t​t​e​n​-​d​i​e​s​e​-​v​i​t​a​m​i​n​e​-​s​t​e​c​k​e​n​-​d​rin, Abruf am 29.08.23

[21] Vgl. ebd.

[22] Vgl. Uto­pia: Hage­but­ten­tee: Wir­kung, Anwen­dung und wie du ihn selbst her­stellst, von Anni­ka Reke­tat, 21.09.2021, https://​uto​pia​.de/​r​a​t​g​e​b​e​r​/​h​a​g​e​b​u​t​t​e​n​t​e​e​-​w​i​r​k​u​n​g​-​a​n​w​e​n​d​u​n​g​-​u​n​d​-​w​i​e​-​d​u​-​i​h​n​-​s​e​l​b​s​t​-​h​e​r​s​t​e​l​l​st/, Abruf am 29.08.23

[23] Vgl. Natur­herz: Hage­but­ten, https://​natur​herz​.de/​H​a​g​e​b​u​t​t​e​n​-​H​a​g​e​b​u​t​t​e​n​p​u​l​ver, Abruf am 29.08.23

[24] Vgl. Wiki­pe­dia: Rote Bete, https://​de​.wiki​pe​dia​.org/​w​i​k​i​/​R​o​t​e​_​B​ete, Abruf am 29.08.23

[25] Vgl. ebd.

[26] Vgl. AOK: Die Kraft der Roten Bete, 01.06.23, https://​www​.aok​.de/​p​k​/​m​a​g​a​z​i​n​/​e​r​n​a​e​h​r​u​n​g​/​l​e​b​e​n​s​m​i​t​t​e​l​/​r​o​t​e​-​b​e​t​e​-​g​e​s​u​n​d​-​k​a​l​o​r​i​e​n​a​r​m​-​u​n​d​-​l​e​c​k​er/, Abruf am 29.08.23

[27] Vgl. ebd.

[28] Vgl. ebd.

[29] Vgl. ebd.

[30] Vgl. ebd.

[31] Vgl. Hol­mes Place: Super­food Wal­nuss — Knab­bern ohne zu knau­sern, 14.04.2022, https://​www​.hol​mes​place​.de/​b​l​o​g​-​a​r​t​i​k​e​l​/​s​u​p​e​r​f​o​o​d​-​w​a​l​n​uss und Chill­mahl: Wal­nuss – die Omega‑3 Nuss­frucht, von Mar­cel Läu­fer, 27.01.2023, https://​chill​mahl​.com/​w​a​l​n​u​s​s​-​d​i​e​-​o​m​e​g​a​-​3​-​n​u​s​s​f​r​u​c​ht/, Abruf am 29.08.23

[32] Vgl. Wal­nuss­meis­te­rei: Wo kom­men die Nüs­se her? https://​www​.wal​nuss​meis​te​rei​.de/​h​e​r​k​u​n​f​t​-​u​n​s​e​r​e​r​-​w​a​l​n​u​e​s​se/, Abruf am 28.08.23

[33] Vgl. Eat Smar­ter: Machen Nüs­se dick?, 27.12.2018, https://​eat​s​mar​ter​.de/​e​r​n​a​e​h​r​u​n​g​/​e​r​n​a​e​h​r​u​n​g​s​m​y​t​h​e​n​/​n​u​e​s​s​e​-​m​a​c​h​e​n​-​d​ick, Abruf am 28.08.23

[34] Vgl. Apo­the­ken Umschau: Inhalts­stof­fe: Gutes Fett und Vit­ami­ne, von Dr. Katha­ri­na Krem­ser, aktua­li­siert am 16.05.2023, https://​www​.apo​the​ken​-umschau​.de/​g​e​s​u​n​d​-​b​l​e​i​b​e​n​/​e​r​n​a​e​h​r​u​n​g​/​w​a​l​n​u​s​s​-​f​e​t​t​r​e​i​c​h​-​a​b​e​r​-​g​e​s​u​n​d​-​7​1​2​7​1​3​.​h​tml, Abruf am 29.08.23

[35] Vgl. ebd.

[36] Vgl. ebd.

[37] Vgl. ebd.

[38] Vgl. Veri­val: Hafer- alles was du dar­über wis­sen soll­test, Alex­an­dra Wie­sin­ger, 24.05.23, https://​www​.veri​val​.de/​b​l​o​g​/​e​r​n​a​e​h​r​u​n​g​/​h​a​f​e​r​f​l​o​c​k​en/, Abruf am 29.08.23

[39] Vgl. Rewe: Hafer: eines der ältes­ten Fit­ness-Foods über­haupt, https://​www​.rewe​.de/​l​e​x​i​k​o​n​/​h​a​f​er/, Abruf am 29.09.23

[40] Vgl. ebd.

[41] Vgl. Öko-Test: Hafer­flo­cken: So gesund ist das Getrei­de wirk­lich, von Han­nah Pom­pal­la, 14.10.2022, https://​www​.oeko​test​.de/​e​s​s​e​n​-​t​r​i​n​k​e​n​/​H​a​f​e​r​f​l​o​c​k​e​n​-​S​o​-​g​e​s​u​n​d​-​i​s​t​-​d​a​s​-​G​e​t​r​e​i​d​e​-​w​i​r​k​l​i​c​h​_​1​2​3​7​8​_​1​.​h​tml, Abruf am 29.08.23

[42] Vgl. ebd.

[43] Vgl. ebd.

[44] Vgl. ebd.

[45] Vgl. Natur­herz: Natur­herz Bio Kür­bis­ker­ne aus der Stei­er­mark, https://​natur​herz​.de/​K​u​e​r​b​i​s​k​e​r​n​e​-​b​i​o​-​s​t​e​i​e​r​m​a​r​k​-​o​e​l​k​u​e​r​bis, Abruf am 29.09.23

[46] Vgl. Stei­ra­öl: Das Kür­bis­kern­öl und sei­ne Geschich­te, https://​www​.stei​ra​oel​.at/​s​t​e​i​r​a​o​e​l​/​g​e​s​c​h​i​c​h​te/, Abruf am 29.09.23

[47] Vgl. NDR: Kür­bis­ker­ne und Kür­bis­kern­öl: Gesund und nähr­stoff­reich, 26.11.2021, https://​www​.ndr​.de/​r​a​t​g​e​b​e​r​/​g​e​s​u​n​d​h​e​i​t​/​K​u​e​r​b​i​s​k​e​r​n​e​-​u​n​d​-​K​u​e​r​b​i​s​k​e​r​n​o​e​l​-​G​e​s​u​n​d​-​u​n​d​-​n​a​e​h​r​s​t​o​f​f​r​e​i​c​h​,​k​u​e​r​b​i​s​k​e​r​n​1​0​0​.​h​tml, Abruf am 29.08.23

[48] Vgl. ebd

[49] Vgl. ebd.

[50] Vgl. Bun­des­zen­trum für Ernäh­rung: Gerös­te­te Kür­bis­ker­ne. Knab­be­rei zum Sel­ber­ma­chen, von Hei­ke Kreutz, https://​www​.bzfe​.de/​s​e​r​v​i​c​e​/​n​e​w​s​/​a​k​t​u​e​l​l​e​-​m​e​l​d​u​n​g​e​n​/​n​e​w​s​-​a​r​c​h​i​v​/​m​e​l​d​u​n​g​e​n​-​2​0​2​2​/​n​o​v​e​m​b​e​r​/​g​e​r​o​e​s​t​e​t​e​-​k​u​e​r​b​i​s​k​e​r​ne/, Abruf am 29.08.23

[51] Vgl. NDR: Kür­bis­ker­ne und Kür­bis­kern­öl: Gesund und nähr­stoff­reich, 26.11.2021, https://​www​.ndr​.de/​r​a​t​g​e​b​e​r​/​g​e​s​u​n​d​h​e​i​t​/​K​u​e​r​b​i​s​k​e​r​n​e​-​u​n​d​-​K​u​e​r​b​i​s​k​e​r​n​o​e​l​-​G​e​s​u​n​d​-​u​n​d​-​n​a​e​h​r​s​t​o​f​f​r​e​i​c​h​,​k​u​e​r​b​i​s​k​e​r​n​1​0​0​.​h​tml, Abruf am 29.08.23

[52] Vgl. RND: Hei­del­bee­re oder Blau­bee­re: Was ist der Unter­schied? 28.06.2022, https://​www​.rnd​.de/​l​i​f​e​s​t​y​l​e​/​b​l​a​u​b​e​e​r​e​-​h​e​i​d​e​l​b​e​e​r​e​-​w​a​l​d​b​e​e​r​e​-​w​a​s​-​i​s​t​-​d​e​r​-​u​n​t​e​r​s​c​h​i​e​d​-​K​V​6​2​C​L​A​L​M​J​E​B​V​B​X​E​L​M​S​3​3​4​6​F​K​Y​.​h​tml und Land und Forst: Blau­bee­ren lie­gen im Trend, Chris­tel Grom­mel, 03.09.2020, https://​www​.land​und​forst​.de/​b​l​a​u​b​e​e​r​e​n​-​l​i​e​g​e​n​-​t​r​e​n​d​-​5​6​2​977, Abruf am 29.09.23

[53] Vgl. Lube­ra: Kul­tur­hei­del­bee­ren, von Mar­kus Kobelt, https://​www​.lube​ra​.com/​d​e​/​g​a​r​t​e​n​b​u​c​h​/​g​e​s​c​h​i​c​h​t​e​-​d​e​r​-​k​u​l​t​u​r​h​e​i​d​e​l​b​e​e​r​e​n​-​p​1​271, Abruf am 29.08.23

[54] Vgl. NDR: Hei­del­bee­ren: Lecker, kalo­rien­arm und gesund, 15.06.2023, https://​www​.ndr​.de/​r​a​t​g​e​b​e​r​/​k​o​c​h​e​n​/​w​a​r​e​n​k​u​n​d​e​/​H​e​i​d​e​l​b​e​e​r​e​n​-​s​i​n​d​-​l​e​c​k​e​r​-​k​a​l​o​r​i​e​n​a​r​m​-​u​n​d​-​g​e​s​u​n​d​,​h​e​i​d​e​l​b​e​e​r​e​n​1​3​2​.​h​tml, Abruf am 29.08.23

[55] Vgl. ebd.

[56] Vgl. Kost­ba­re Natur: Hei­del­bee­re, https://​www​.kost​ba​re​na​tur​.net/​a​n​w​e​n​d​u​n​g​e​n​-​u​n​d​-​i​n​h​a​l​t​s​s​t​o​f​f​e​/​h​e​i​d​e​l​b​e​e​re/, Abruf am 29.08.23

[57] Vgl. NDR: Hei­del­bee­ren: Lecker, kalo­rien­arm und gesund, 15.06.2023, https://​www​.ndr​.de/​r​a​t​g​e​b​e​r​/​k​o​c​h​e​n​/​w​a​r​e​n​k​u​n​d​e​/​H​e​i​d​e​l​b​e​e​r​e​n​-​s​i​n​d​-​l​e​c​k​e​r​-​k​a​l​o​r​i​e​n​a​r​m​-​u​n​d​-​g​e​s​u​n​d​,​h​e​i​d​e​l​b​e​e​r​e​n​1​3​2​.​h​tml, Abruf am 29.08.23

[58] Vgl. ebd.

[59] Vgl. Wiki­pe­dia: Grün­kohl, https://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%BCnkohl, Abruf am 29.08.23

[60] Vgl. Plana­tu­ra: Grün­kohl: Her­kunft, Blü­te & Inhalts­stof­fe, von Max, https://​www​.plan​tura​.gar​den/​g​e​m​u​e​s​e​/​g​r​u​e​n​k​o​h​l​/​g​r​u​e​n​k​o​h​l​-​p​f​l​a​n​z​e​n​p​o​r​t​r​ait, Abruf am 29.08.23

[61] Vgl. Öko Test: Ist Grün­kohl gesund? Alles zu Nähr­wer­ten, Kalo­rien & Co., von Han­nah Pom­pal­la, 09.11.2022, https://​www​.oeko​test​.de/​e​s​s​e​n​-​t​r​i​n​k​e​n​/​I​s​t​-​G​r​u​e​n​k​o​h​l​-​g​e​s​u​n​d​-​A​l​l​e​s​-​z​u​-​N​a​e​h​r​w​e​r​t​e​n​-​K​a​l​o​r​i​e​n​-​C​o​-​_​1​2​3​8​2​_​1​.​h​tml, Abruf am 29.08.23

[62] Vgl. ebd.

[63] Vgl. ebd.

[64] Vgl. ebd.

[65] Vgl. gesund­fit: Grün­kohl: 9 Wir­kun­gen & 3 Tipps zur Zube­rei­tung, Lui­sa Sti­cke­l­er, https://​www​.gesund​fit​.de/​a​r​t​i​k​e​l​/​g​r​u​e​n​k​o​h​l​-​k​a​l​e​-​2​0​71/, Abruf am 29.08.23

[66] Vgl. Hengs­ten­berg: All about sau­er­kraut, https://​www​.hengs​ten​berg​.com/​r​e​c​i​p​e​s​/​s​a​u​e​r​k​r​aut, Abruf am 29.08.23

[67] Vgl. Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Land- und Forst­wirt­schaft, Regio­nen und Was­ser­wirt­schaft: Sau­er­kraut, https://​info​.bml​.gv​.at/​t​h​e​m​e​n​/​l​e​b​e​n​s​m​i​t​t​e​l​/​t​r​a​d​-​l​e​b​e​n​s​m​i​t​t​e​l​/​s​p​e​i​s​e​n​/​s​a​u​e​r​k​r​a​u​t​.​h​tml, Abruf am 29.08.23

[68] Vgl. Uto­pia: Sau­er­kraut: So gesund ist die Vit­amin-Bom­be, von Von Pas­cal Thie­le, 28. März 2019, https://​uto​pia​.de/​r​a​t​g​e​b​e​r​/​s​a​u​e​r​k​r​a​u​t​-​s​o​-​g​e​s​u​n​d​-​i​s​t​-​d​i​e​-​v​i​t​a​m​i​n​-​b​o​m​be/, Abruf am 29.08.23

[69] Vgl. Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Land- und Forst­wirt­schaft, Regio­nen und Was­ser­wirt­schaft: Sau­er­kraut, https://​info​.bml​.gv​.at/​t​h​e​m​e​n​/​l​e​b​e​n​s​m​i​t​t​e​l​/​t​r​a​d​-​l​e​b​e​n​s​m​i​t​t​e​l​/​s​p​e​i​s​e​n​/​s​a​u​e​r​k​r​a​u​t​.​h​tml, Abruf am 29.08.23

[70] Vgl. Wiki­pe­dia: Toma­te, https://​de​.wiki​pe​dia​.org/​w​i​k​i​/​T​o​m​ate, Abruf am 29.08.23

[71] Vgl. WDR: Toma­ten — Ein­kauf und Anbau, 14.10.2021, https://​www1​.wdr​.de/​v​e​r​b​r​a​u​c​h​e​r​/​e​r​n​a​e​h​r​u​n​g​/​t​o​m​a​t​e​n​-​1​1​4​.​h​tml, Abruf am 29.08.23

[72] Vgl. ebd.

[73] Vgl. Vgl. Bun­des­zen­trum für Ernäh­rung: Toma­ten: Gesund essen. Toma­ten haben’s in sich, von Ruth Rösch, 25.07.23, https://​www​.bzfe​.de/​l​e​b​e​n​s​m​i​t​t​e​l​/​v​o​m​-​a​c​k​e​r​-​b​i​s​-​z​u​m​-​t​e​l​l​e​r​/​t​o​m​a​t​e​n​/​t​o​m​a​t​e​n​-​g​e​s​u​n​d​-​e​s​s​en/, Abruf am 29.08.23

[74] Vgl. ebd.

[75] Vgl. ebd.

[76] Vgl. Stif­tung Gesund­heits­wis­sen: Super­food im Stu­di­en­check: Was kön­nen sie wirk­lich? 22.08.2022, https://​www​.stif​tung​-gesund​heits​wis​sen​.de/​p​r​e​s​s​e​/​s​u​p​e​r​f​o​o​d​-​i​m​-​s​t​u​d​i​e​n​c​h​e​c​k​-​w​a​s​-​k​o​e​n​n​e​n​-​s​i​e​-​w​i​r​k​l​ich, Abruf am 29.08.23

[77] Vgl. ebd.

[78] Vgl. ebd.

[79] Vgl. ebd.

[80] Vgl. ebd.

[81] Vgl. ebd.

[82] Vgl. ebd.

[83] Vgl. ebd.

[84] Vgl. ebd.

[85] Vgl. ebd.

[86] Vgl Ver­brau­cher­zen­tra­le: Super­food: Die­se Alter­na­ti­ven sind gesund und güns­tig, 06.01.2022, https://​www​.ver​brau​cher​zen​tra​le​.de/​w​i​s​s​e​n​/​l​e​b​e​n​s​m​i​t​t​e​l​/​g​e​s​u​n​d​-​e​r​n​a​e​h​r​e​n​/​s​u​p​e​r​f​o​o​d​-​d​i​e​s​e​-​a​l​t​e​r​n​a​t​i​v​e​n​-​s​i​n​d​-​g​e​s​u​n​d​-​u​n​d​-​g​u​e​n​s​t​i​g​-​2​8​021, Abruf am 29.08.23

[87] Vgl. Uto­pia: Avo­ca­do kau­fen oder nicht? Wich­ti­ge Fak­ten zu Umwelt, Bio & mehr, Andre­as Win­terer, 31.08.2021, https://​uto​pia​.de/​r​a​t​g​e​b​e​r​/​a​v​o​c​a​do/, Abruf am 29.08.23

[88] Vgl. ebd.

[89] Vgl. Qiii Media: Sozia­le und öko­lo­gi­sche Aus­wir­kun­gen von Super­food, https://​qiii​.media/​d​e​/​s​o​z​i​a​l​e​-​u​n​d​-​o​e​k​o​l​o​g​i​s​c​h​e​-​a​u​s​w​i​r​k​u​n​g​e​n​-​v​o​n​-​s​u​p​e​r​f​o​od/, Abruf am 29.08.23

[90] Vgl. Ver­brau­cher­zen­tra­le: Super­food: Hype um Früch­te und Samen, 13.12.2022, https://​www​.ver​brau​cher​zen​tra​le​.de/​w​i​s​s​e​n​/​l​e​b​e​n​s​m​i​t​t​e​l​/​n​a​h​r​u​n​g​s​e​r​g​a​e​n​z​u​n​g​s​m​i​t​t​e​l​/​s​u​p​e​r​f​o​o​d​-​h​y​p​e​-​u​m​-​f​r​u​e​c​h​t​e​-​u​n​d​-​s​a​m​e​n​-​1​2​292, Abruf am 29.08.23

[91] Vgl. ebd.

[92] Vgl. Bun­des­amt für Ver­brau­cher­schutz und Lebens­mit­tel­si­cher­heit: Super(?)foods, https://​www​.bvl​.bund​.de/​D​E​/​S​e​r​v​i​c​e​/​0​1​_​I​n​f​o​t​h​e​k​/​0​7​_​t​h​e​m​e​n​/​s​u​p​e​r​f​o​o​d​s​/​s​u​p​e​r​f​o​o​d​s​_​n​o​d​e​.​h​tml, Abruf am 29.08.23

[93] Vgl. Ver­brau­cher­zen­tra­le: Super­food: Hype um Früch­te und Samen, 13.12.2022, https://​www​.ver​brau​cher​zen​tra​le​.de/​w​i​s​s​e​n​/​l​e​b​e​n​s​m​i​t​t​e​l​/​n​a​h​r​u​n​g​s​e​r​g​a​e​n​z​u​n​g​s​m​i​t​t​e​l​/​s​u​p​e​r​f​o​o​d​-​h​y​p​e​-​u​m​-​f​r​u​e​c​h​t​e​-​u​n​d​-​s​a​m​e​n​-​1​2​292, Abruf am 29.08.23