Zum Inhalt springen
Startseite » Einblicke » Veganuary: Die 10 besten Tipps, um vegan zu testen

Veganuary: Die 10 besten Tipps, um vegan zu testen

Vegan ein­fach mal aus­pro­bie­ren – dazu möch­te ich euch heu­te ein­la­den. Ich habe Tipps und Tricks recher­chiert, wie es auch hart­ge­sot­te­nen Fleisch-Essern mög­lich sein soll­te, sich umwelt­be­wuss­ter, ethi­scher und gesün­der zu ernäh­ren.


Inhalt


Was ist der Veganuary?

Der „Vega­nu­ary“ ist eine jähr­li­che Kam­pa­gne, die von der gleich­na­mi­gen gemein­nüt­zi­gen Orga­ni­sa­ti­on ins Leben geru­fen wur­de. Gegrün­det wur­de die­se von Matthew Glover und Jane Land im Jahr 2013. 2014 gab es die ers­te Vega­nu­ary-Kam­pa­gne. Ziel ist es, Men­schen welt­weit zu ermu­ti­gen und zu unter­stüt­zen, im Janu­ar und auch dar­über hin­aus vegan zu leben.[1]

Seit Start im Jahr 2014 ist die Beliebt­heit des Vega­nu­ary ste­tig gewach­sen. Mil­lio­nen von Men­schen aus fast allen Län­dern der Welt haben bereits teil­ge­nom­men. Die Kam­pa­gne hat nicht nur die Teil­neh­mer­zah­len erhöht, son­dern auch die Viel­falt an vega­nen Pro­duk­ten und Menü­op­tio­nen in Super­märk­ten und Restau­rants erwei­tert. Im Jahr 2023 zum Bei­spiel wur­den mehr als 1.610 neue vega­ne Pro­duk­te und Menü­op­tio­nen in den Kam­pa­gnen­län­dern wäh­rend des Janu­ars ein­ge­führt.[2]

Meine Tipps, um vegan zu testen

1. Starte mit Deinen Lieblingsgerichten in der veganen Version

Du magst Piz­za und Pas­ta? Dann ist der Ein­stieg leicht, denn bei­des kannst Du ein­fach vegan zube­rei­ten bzw. kau­fen. So sind Piz­za­teig und Nudel­teig eigent­lich immer vegan und für den Belag oder als Bei­la­ge gibt es groß­ar­ti­ge pflanz­li­che Wurst- und Käse­al­ter­na­ti­ven. Die sind gar nicht mal teu­er, denn Lidl und Co. haben die Prei­se für Flei­scher­satz gesenkt, wie Du in mei­nem Bei­trag „Lidl macht Flei­scher­satz preis­wer­ter: Alles nur Mar­ke­ting?“ nach­le­sen kannst.

Ich hab Dir mal zwei lecke­re Rezep­te raus­ge­sucht.

Pizza

One Pot Pasta

Auch für Ham­bur­ger-Fans gibt es genug Alter­na­ti­ven zum Rin­der­hack. Und wer gar auf Filet­steak steht, selbst das haben die Super­märk­te inzwi­schen als vega­ne Alter­na­ti­ve im Ange­bot. Ein Freund hat im Lidl von deren vega­nen Eigen­mar­ke ein „Filet­steak“ gekauft und es als Sil­ves­ter­es­sen aus­pro­biert und berich­te­te mir ganz begeis­tert davon.

Ihr seht, ihr müsst nicht groß­ar­tig neue Rezep­te ler­nen, son­dern könnt ein­fach eure Stan­dard­re­zep­te durch das Aus­wech­seln von ein paar Zuta­ten auf vegan trim­men.

2. Plane Deine Mahlzeiten und spare nebenbei Geld

Das ist sicher­lich eine der gro­ßen vega­nen Her­aus­for­de­run­gen: der Arbeits­all­tag. Sicher­lich gibt es in vie­len Super­märk­ten vega­ne Optio­nen. Schau­en wir aber in Restau­rants oder zum Imbiss, wo Du Dir Dei­nen Mit­tags­nack holst, sieht es mit dem vega­nen Ange­bot eher schlecht aus. Des­halb nehm Dir vega­ne Mit­tags­nacks mit zur Arbeit. Ein ange­neh­mer Neben­ef­fekt ist, dass Du dadurch Geld sparst.

Hier fin­dest Du ein paar mei­ner Favo­ri­ten für vega­ne Snacks im Büro.

Tipp zum Mit­tag­essen mit Kolleg:innen

Falls Du auf Arbeit immer mit Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen zum Mit­tag gehst, dann schau, dass Ihr einen Ita­lie­ner oder Asia­ten aus­wählt. Dort gibt es eigent­lich immer vega­ne Gerich­te. Ansons­ten schau vor­her online in die Spei­se­kar­te. Und falls es wirk­lich nichts Vega­nes gibt, dann nimm eben das Essen, wo am wenigs­ten Tier drin ist.

3. Sei neugierig und trau Dich

Der Vega­nu­ary ist eine fan­tas­ti­sche Gele­gen­heit, neue Lebens­mit­tel ken­nen­zu­ler­nen. Von vega­nen Fleisch­al­ter­na­ti­ven habe ich schon berich­tet, aber auch die unter­schied­li­chen vega­nen Milch-Sor­ten, kön­nen eine Ent­de­ckung sein. Gene­rell macht es rich­tig Spaß die vega­nen Alter­na­tiv­an­ge­bo­te zu tes­ten: Wel­che Wurst schmeckt am bes­ten? Wel­che Milch ist am leckers­ten? Wel­cher Käse macht am meis­ten her? Das ist wie eine neue Welt, die es zu ent­de­cken gilt.

Bei­spiels­wei­se hat sich ein Geschäfts­part­ner im Vega­nu­ary 2023 in Lin­sen, Kicher­erb­sen und Seit­an ver­liebt. Vor­her kann­te er das Wort Seit­an nicht ein­mal.

4. Lesen, lesen, lesen

Zuta­ten­lis­ten zu lesen, wird im Vega­nu­ary garan­tiert Dein neu­es Hob­by. Du wirst über­rascht sein, wie vie­le Pro­duk­te tie­ri­sche Inhalts­stof­fe ent­hal­ten, von denen Du es nie erwar­tet hät­test. Aber es gibt auch Lebens­mit­tel, die nichts Tie­ri­sches ent­hal­ten, obwohl man es glau­ben wür­de. Auf jeden Fall ist der Blick auf die Rück­sei­te der Ver­pa­ckung auch unter dem Aspekt inter­es­sant, dass man mal sieht, was die Fir­men da alles in unser Essen rein­pa­cken. Da kann es einem echt manch­mal ver­ge­hen.

5. Entdecke Deine Kreativität beim Kochen

Vegan zu kochen, beflü­gelt die eige­ne Krea­ti­vi­tät in der Küche. Ich expe­ri­men­tie­re ger­ne und pro­bie­re neue Rezep­te aus. Du wirst sehen, Du lernst vie­le neue Zuta­ten und Aro­men ken­nen. Gera­de wenn man Lebens­mit­tel und Gewür­ze aus­pro­biert, die man zuvor nicht ver­wen­det hat, kann es zu ech­ten Über­ra­schun­gen kom­men. Und wenn es dann noch schmeckt, dann ist der Küchen­spaß gleich dop­pelt groß.

6. Probiere vegane Restaurants

Der Vega­nu­ary lädt auch zu Ent­de­ckungs­rei­sen ein. Schau Dich in Dei­ner Stadt oder Regi­on nach vega­nen Restau­rants um. Dort kannst Du lecke­re Spei­sen erkun­den und erfährst, wie krea­tiv und viel­fäl­tig die vega­ne Küche sein kann. Ange­neh­mer Neben­ef­fekt: Du ver­lässt mal die aus­ge­tre­te­nen Pfa­de (immer das glei­che Essen im glei­chen Restau­rant). Das ist gut für den Kopf bzw. den Geist.

7. Hab Spaß und sei nachsichtig mit Dir selbst

Vegan aus­pro­bie­ren, bedeu­tet Spaß an der Sache zu haben. Du musst nicht gleich der per­fek­te vega­ne Mensch sein. Es reicht, wenn Du Dich dar­auf ein­lässt und neu­gie­rig die Mög­lich­kei­ten erforschst.

Es geht nicht nur dar­um, tie­ri­sche Pro­duk­te weg­zu­las­sen, son­dern viel­mehr dar­um, die Fül­le pflanz­li­cher Optio­nen zu erkun­den. Dar­über hin­aus bringt das Kochen und Tei­len vega­ner Gerich­te oft Men­schen zusam­men, was das gemein­sa­me Essen zu einem freu­di­gen und ver­bin­den­den Erleb­nis macht. Hin­zu kommt das gute Gefühl, einen posi­ti­ven Bei­trag zum Tier­schutz und zum Umwelt­schutz zu leis­ten. Das macht zufrie­den und man fühlt sich mehr mit den eige­nen Wer­ten im Ein­klang.

Gleich­zei­tig ist es wich­tig, Nach­sicht mit sich selbst zu üben, wenn man vegan wird oder es ein­fach nur aus­pro­biert. Der Über­gang zu einer vega­nen Lebens­wei­se ist ein indi­vi­du­el­ler Pro­zess, der sei­ne Zeit braucht und bei dem Her­aus­for­de­run­gen oder „Feh­ler“ ganz nor­mal sind.

Es ist wich­tig, sich dar­an zu erin­nern, dass jeder klei­ne Schritt zählt und dass es nicht um Per­fek­ti­on, son­dern um das Stre­ben nach Ver­bes­se­rung geht. Sich selbst gegen­über nach­sich­tig zu sein, bedeu­tet auch, sich Raum zum Ler­nen und Expe­ri­men­tie­ren zu geben und sich nicht für gele­gent­li­che Rück­schrit­te oder Unvoll­kom­men­hei­ten zu bestra­fen. Es geht dar­um, den Pro­zess zu genie­ßen, Neu­es zu ent­de­cken und dabei offen für Ver­än­de­run­gen zu sein, ohne sich selbst unter Druck zu set­zen.

Veganuary einfach ausprobieren

Wenn Du den Vega­nu­ary aus­pro­bierst, wirst Du Dei­ne Sicht­wei­se auf Essen und Kochen ver­än­dern, das kann ich Dir garan­tie­ren. Wich­tig ist: Begin­ne mit bekann­ten Gerich­ten und gestal­te sie vegan um. Zum Bei­spiel ist es ein­fach, Piz­za und Pas­ta vegan zuzu­be­rei­ten. Die Ent­de­ckung neu­er Pro­duk­te, wie die viel­fäl­ti­gen vega­nen Milch­al­ter­na­ti­ven, ist span­nend und macht Spaß. Auch das Erkun­den vega­ner Restau­rants eröff­net Dir neue kuli­na­ri­sche Wel­ten.

Wich­tig ist bei all dem immer: Sei gedul­dig und nach­sich­tig mit Dir selbst. Der Über­gang zu einer vega­nen Ernäh­rungs­wei­se ist ein Pro­zess, bei dem es nicht um Per­fek­ti­on geht. Viel­mehr geht es dar­um, offen für Neu­es zu sein und jeden Schritt auf die­sem Weg als Teil einer span­nen­den Rei­se zu sehen. Die­se Erfah­rung kann Dir zei­gen, wie erfül­lend und viel­fäl­tig eine pflanz­li­che Ernäh­rung sein kann, und ich bin mir sicher, dass Du nach dem vega­nen Janu­ar vie­le der neu­en Gewohn­hei­ten bei­be­hal­ten wirst.


Quellen

[1] Vega­nu­ary: What is Vega­nu­ary? Ever­y­thing you need to know, https://​vega​nu​ary​.com/​w​h​a​t​-​i​s​-​v​e​g​a​n​u​a​ry/, Abruf am 02.01.2024

[2] Ebd.